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04. Mai 2010
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JANUAR

Den eisigen Temperaturen draussen trotzen wir mit "Indoor"-Arbeiten, feinem Essen und Winterschlaf

Der Januar in diesem Jahr ist, wie es sich gehört, eiskalt. Es gab sogar ab und zu mal ein wenig Schnee. Der Teich bleibt über Wochen zugefroren.
Da die winterliche Eiseskälte einem das Arbeiten draussen ziemlich vermiest, entschliessen wir uns, bei den Innenräumen anzusetzen. Das Badezimmer wartet schon lange auf eine Neupolitur! Wir demontieren die Heizungen und das Lavabo, holen die alte Tapete herunter (die eh schon fast von alleine kam) ...
... und entfernen sogar den alten Putz der Decke. Diese Arbeit war ziemlich mühsam und verursachte einen Staub, der die ganze Wohnung in klösterliches Weiss verwandelte! Während etwa vier Wochen war die Wohnung eine Baustelle. Vieles was man ja andenkt, lässt sich in der Praxis dann nicht so einfach umsetzen. Und wenn doch, dann heftig aufwendig! Aber zu guter Letzt, Mitte Februar (siehe weiter unten), wurden wir dann doch noch fertig.
Walter kocht gern und gut. So versüssen wir uns die winterliche Tristesse mit feinem und gemütlichem Essen.
Auch Luke und Zorro schätzen in dieser Jahreszeit einen warmen Platz in der Veranda, ...
... wenn möglich an der Sonne, die Nase gut versteckt.

FEBRUAR

Das anfänglich trübe Wetter wird gegen Ende Monat immer frühlingshafter

Trüb, nass und kalt. So präsentiert sich der Februar noch anfangs Monat.
Die Vögel schätzen die Maisknödel und sonstigen Futtergaben. Wirklich nötig haben sie es, glaub ich, nicht. Aber es macht mir Spass, sie am Futterplatz ganz nah beobachten zu können.
So, das fertige Badezimmer. Der Duschvorhang ist einer Glas-Trennwand gewichen, die Wände sind im kräftigen Grün gestrichen.
... das Lavabo steht auf dem selbstgemachten Tisch. Die Rückwand und die Tischplatte haben wir mit Mosaik versehen. Ich hatte dabei die glorreiche Idee, die Filets von 30x30cm in Streifen zu schneiden um so ein anderes Farbmuster zu bekommen! Was ich mir in meiner Phantasie als lustige und kreative Arbeit ausmalte, entpuppte sich als "Mega-Büetz"! Gelohnt hat es sich trotzdem, finde ich. Der Raum ist gegen Süden gerichtet und das einfallende Licht zaubert schöne Lichtflecken auf die farbigen Wände.
Schön, dass mein Nachbar ein Biobauer ist, der die Felder nicht "offen" liegen lässt, sondern immer etwas anpflanzt, was über den Winter stehen bleiben kann.
Auf dem Morgenspaziergang mit meinen Hunden begleitet mich dieser Blick über das Land meines Nachbarn, der eine Biohühnerzucht betreibt.
Ein Ausflug nach Buxy in die nahen Weinberge, wo der weisse Burgunder angebaut wird bringt nette Abwechslung in unser ansonsten ja "flaches" Bresse-Leben. Die Reben wurden im Januar geschnitten und nun an die Rankenstützen hochgebunden.
Diese Maus hat, ich bin mir ziemlich sicher, leider nicht lange überlebt. Luke hat sie kurz nach der Aufnahme erwischt. Einerseits bin ich froh, denn Mäuse im Haus ist nicht so lustig (und wir hatten welche). Andererseits tut es mir leid um das süsse Tierchen. Aber so ist wohl das Leben.

MÄRZ

Der Frühling ist da!

Schön, zu sehen, wie die Krokusse sich schon ein wenig vermehrt haben.
Den Christrosen scheint ihr Platz zu gefallen. Sie blühen wunderschön und haben schon recht viele Knöpfe bekommen, obwohl sie erst seit einem Jahr gepflanzt sind.
Die treuen Schneeglöckchen übersähen meine Wiese. Sie sind die sicheren Boten, dass der Boden nicht mehr gefroren ist.
In der ersten Märzwoche holen wir sackweise Bärlauch. In Cuisery habe ich eine Stelle in einem verlassenen Park entdeckt, wo garantiert keine Hunde hinpissen! Die etwa 1.3 kg habe ich zu Pesto verarbeitet! 
Das Wasser im Teich wechselt immer wieder seine Farbe. Es ist eine Freude, dies zu beobachten.
Und noch mehr Freude hatte ich, als ich Mitte März entdeckte, dass es drei Laichkugeln von Fröschen im Teich hat. Bin gespannt, welche Art von Fröschen daraus werden.
Dieses Steinmäuerchen hab ich aus den restlichen Jurasteinen aufgebaut. Es ist ein Anfang und soll noch wachsen.
Das Südbeet ist nun, nachdem es vollkommen ruiniert war (Fassadenarbeit), wieder frisch gejätet und aufgeräumt. Eine simple Holzabtrennung soll helfen, Wiese und Blumenbeet zu trennen. Spaliere werden auch noch montiert, so dass sich die Passionsblume, die hier, trotz allem Unbill, endlich einmal angemessen hochranken kann.
Der grosse Lorbeerbaum hat einen Verjüngungs- und Verschönerungsschnitt erhalten. Vorher ist er mir eher wie ein dunkler Geselle vorgekommen. Nun gefällt er mir viel besser und die Lilien, die unter ihm schon immer da waren, aber nie zum Blühen kamen, schaffen es vielleicht in diesem Jahr eher.
Der Gemüsegarten hat ein neues Konzept erhalten. Natürlich bleibe ich der Mischkultur treu. Aber ich habe zudem die Beete in vier Abteile geändert, um jeweils einem Teil ein Jahr lang Pause zu verschaffen. Das ganze habe ich im Quadrat und diagonal aufgebaut. Die Plattenwege sind zwar nicht superschön, aber doch sehr praktisch. Eine "Megabüetz" in der harten Bresse-Erde ist das Unkrautjäten und Boden lockern. Die alten breiten Gehwege und ein zusätzlicher Teil musste umgestochen werden. Ich bin noch lange nicht fertig. Stück für Stück geht es weiter und ich hoffe, dass ich es noch rechtzeitig schaffe!
In der Zwischenzeit wachst das Gemüse in der warmen Veranda heran. Alles ist ein Novum für mich. Ich habe viel zu lernen und auszuprobieren. Und im nächsten Jahr weiss ich dann hoffentlich besser, wie es am einfachsten und effizientesten geht! Auf alle Fälle macht auch das eine Riesenfreude! Zu sehen, wie alles wächst und gedeiht, wie aus fast nichts so viel wird!
Die Kübelpflanzen habe ich im Februar aus dem Winterquartier geholt und in die warme Veranda gestellt. Die Bougainvillea ist, wie auch die Daturas und der Oleander, sofort erwacht und hat angefangen, frische Blätter zu treiben. Schon Mitte März zeigte sich das erste farbige Blatt! 
Auch der Zitronenbaum hat gleich Blühten angesetzt. Allerdings erstmal eine, dann noch eine zweite. Nun sind es drei. Wenn aus allen Zitronen entstehen, dann bin ich happy!
Zorro und Luke geniessen wie ich, dass wir wieder vermehrt draussen sein können.

APRIL

Treue Hilfe aus der Schweiz

Marcel ist Anfangs April zu Besuch. Und wie immer hilft er mir, wo er nur kann! Was würde ich ohne ihn nur machen! So vieles wäre nicht zustande gekommen! Gut, dass er mittlerweile auf dem Büro arbeitet, so kann man die Arbeit draussen wenigstens als eine Art Ausgleich betrachten - Schmunzel!
Die Wassereinläufe vom Dach haben wir (vor allem Marcel) mit Steinen verschönert...
Der Gemüsegarten bekommt ein Wasserreservoir von 500 Litern...
und der Gemüsegarten wird endlich fertig. Hier hat auch Walter noch nach seinem Feierabend tatkräftig mitgeholfen.
Die Sternmagnolie blüht wunderbar - die weissen Blüten leuchten aus dem Schatten heraus wie - eben - Sterne. Leider habe ich den jungen Strauch ein paar Monate später beim Rasenmähen - so quasi in der Hitze des Gefechts - umgefahren und abrasiert.
Die Küchenschellen erfreuen mich als ausdauernde Blüher. Auch die verwelkten Blühten, welche wie Strohwirbel aussehen, sind hübsch anzusehen.

MAI

Besuch von Ma und Freunden - Leben im und um den Teich

Anfangs Mai kommt endlich meine Ma auf Besuch. Wir krampfen beide wie verrückt. Weder sie noch ich können lange sitzen und schwatzen... es gibt soviel zu tun. Allerdings muss ich ihr regelmässig in die Zügel greifen, sonst gehen die Pferde trotz ihres Alters mit ihr durch!
Die rosa Weigelie blüht, wie wenn es einen Wettbewerb zu gewinnen gilt.
Die Blühten des Schnittlauchs faszinieren mich immer wieder auf's Neue.
Hier nochmals die Küchenschelle. Im Hintergrund die "Strohwirbel" der verblühten Blühten.
Ein Apollo (wenn ich mich nicht täusche) tanzt über die weissen Kiesel und landet dann auf dem Polsterphlox.
Meine Teichmolche, die auf dem Grund leben kommen regelmässig an die Wasseroberfläche, um Luft zu tanken. Sie haben orange Bäuche, was ich versuche fotografisch festzuhalten. Leider ohne Erfolg, sie sind viel zu flink.
Libellen umschwirren den Teich. Von roten, blauen zu grünen und türkisfarbenen, von ganz kleinen feinen über plattbäuchige bis zu den riesigen Königslibellen und der Mosaikjungfer ist alles vertreten. Sie tanzen und fliegen im Duett, fliegen ihre Reviere in ewigen Runden ab und setzen ihre Eier grazil im Fluge auf die Wasseroberfläche an Pflanzen, Steine und Hölzer.
Zorro erfrischt sich als erster im noch kühlen Teichwasser. Luke hat grundsätzlich Respekt vor dem Wasser. Bis zum Bauch geht er schon mal rein, aber weiter auf keinen Fall. Und so ist es immer Zorro, der die Bälle aus dem Wasser holt. Luke hat das schnell erkannt und wirft den Ball hin und wieder extra in's Wasser.
Meine Ma das erste Mal am Steuer!
Per Zufall beobachte ich, wie eine Schlange quer über den Teich schwimmt und sich unter der Wurzel versteckt. Immerhin kann ich ihren Rücken ablichten, den Kopf zeigt sie mir nicht. Aber sie ist mir ziemlicher Sicherheit keine Kreuzotter, sondern eine harmlose Wassernatter.
Eine der grünen grossen Libellen.
Die kleine Bucht (später Tribüne) zwischen den Wassereinläufen haben meine Ma und ich mit runden Steinen dekoriert. Inzwischen sieht aber schon wieder alles ganz anders aus.
Mäggi und Hanspeter besuchen mich Ende Mai. Auch sie mögen nicht nur herum sitzen und entspannen. Hanspeter greift zur Schaufel und trägt einen Teil des Teichrandes ab, so dass das Ufer weniger steil wird. So wird erkennbar, dass es sich lohnen würde, ringsherum abzutragen. Allerdings wäre das ein riesiger Aufwand von Hand! Aber den Input hab ich angenommen! Man wird sehen, was sich machen lässt. Auch über die Wasserbewegung haben wir viel diskutiert und ich hab mich gerne von einem Fachkundigen aufklären und inspirieren lassen.

JUNI

Sommer juhee!

Da kann ich nur noch sagen: jammi!
Der Gemüsegarten gedeiht, alles wächst und spriesst, wie es soll!
Der kleine Steingarten ist ein Produkt von meiner Ma und mir. Er soll sich noch ein wenig verändern, sich irgendwie verbinden mit dem Teich...
Der ausgewaschene Baumstamm ruht am Teichrand. Doch auch er gefällt mir noch nicht so ganz, ist noch nicht am richtigen Platz.
Das Wasser schaut herrlich aus! Immer mal wieder wechseln die Farben, je nach Lichteinfall und vorgängigem Regen oder Bad. Hier sieht man die steilen Ufer recht gut, sie verwachsen zwar langsam, aber es fällt immer wieder zuviel Erde in den Teich. Auch lässt sich kaum etwas Gezieltes anpflanzen. 
Der kleinere Teicharm kommt über Mittag in den Genuss von Baumschatten. Das ist gut so, denn hier ist die Wassertiefe nicht sehr gross (max. 70cm) und das Wasser würde sich zu schnell und zu arg erwärmen.
Die Stockrosen entwickeln sich prächtig. Sie stehen ideal mit dem Rücken an die Wand bzw. Verandascheibe.
Ist der Schwimmteich nicht eine Wonne?
Die Wassertreppe, die Marcel mit viel Schweiss zusammen gepflastert hat begrünt sich langsam und wird immer hübscher.
Die Sockel für das Sonnendeck sind bereit. Fehlt noch der ganze Rest... Auf diesem Bild ist gut ersichtlich, wie stark der Wasserspiegel wieder abgenommen hat. Die Wasserverdunstung an sonnigen Tagen ist erstaunlich heftig. Nur schon aus diesem Grund brauch ich eine reguläre Wasserzuführung. Ich muss mir da was einfallen lassen!
Solche Schmetterlinge habe ich noch nie in unseren Breitengraden gesehen. Sie sind braun bzw. blau, je nach dem wie die Sonne auf ihre Flügel fällt. Sie waren auf einmal da - eine regelrechte Invasion. Gleichentags konnten wir unsere Beobachtung in der Tageszeitung bestätigt finden. Sie kommen aus Afrika (woher genau weiss ich leider nicht mehr) und das Land befürchtet eine Raupenplage.
Sonnenuntergangsstimmung am Teich.

JULI

Es wird mal wieder gebuddelt - Besuch von PAZ

Fredy hat sich anerboten, zusammen mit Walter, das Dach des Wömiunterstandes abzureissen und später mitzuhelfen, es wieder aufzubauen.  So könnte man das Dach höher setzen und Fredy könnte sein Wohnmobil ebenfalls unterstellen.
Als erstes müssen die Ziegel runter. Es ist heiss und wir kommen so richtig ins Schwitzen, während wir die ca. 50m2 Ziegel runterholen und ein paar Meter weiter unter der Kastanie stapeln.
Schön, wenn man nach solch einem Chrampf einen Sprung ins mehr oder weniger kühle Nass machen kann!
Es ist kaum ein Jahr vorbei und schon wieder steht ein Bagger und Lastwagen auf meinem Land, um grobe Arbeiten zu erledigen. Rings um den Teich wird die Böschung abgetragen, das Ufer soll weniger steil werden. Zudem werden Graben gezogen, um die Wasserleitung für den Garten und den Teich frostsicher verlegen zu können. Im Ziehbrunnen ist nunmehr eine Pumpe, welche Wasser in ein Reservoir im Technikraum pumpt. Von dort wird die Toilette und die Waschmaschine mit gefiltertem Wasser versorgt. Daneben führen je eine Leitung wieder nach draussen zum Gemüsegarten und zum Teich.
Der 40mm Schlauch ist recht sperrig und das Einführen in das entsprechende Loch im "Quellstein" knifflig. Doch das Bohren dieses Lochs war noch viel ärger. Ein paar Pausen mussten eingelegt werden, bevor der Bohrer durch war.
Endlich konnte ich auch meine Vorstellung von "Integration" vom Steingarten in den Teich umsetzen. Der Bagger machte die grobe Treppenarbeit. Das Einsammeln und Verlegen der Steine, des Sandes und Kies ging ich etappenweise an. Während drei Tagen, an dem ziemlich Schweiss floss, entstand ein Art Teicharena, mit dem netten Unterschied, dass die Bühne aus Wasser besteht und die Darsteller allesamt animalisch sind! So sitze ich nun abends vielfach dort, lausche und beobachte die Wasserfrösche, wie sie balzen, lachen, jammern, gurren und quaken. Mein Applaus beschränkt sich dabei auf ein leises und zufriedenes Lächeln und einem Gefühl der Dankbarkeit für die Darbietungen der Natur.  
Die ursprünglich knapp bemessene Sumpfzone wird nun nicht nur optisch durch das flachere Ufer vergrössert.
Das Hechtkraut fühlt sich sichtlich wohl. Bei vielen Pflanzen braucht es arg viel Geduld, bis sie sich anklimatisiert haben und sich entsprechend vermehren. Da der Teich und damit die Pflanzzone recht gross ist, würde ich ein Vermögen ausgeben, um alle nötigen Pflanzen setzen zu können. Nun habe ich zwar noch einmal ein wenig nachgekauft, aber der Rest werd ich mir wieder aus der Natur beschaffen - nach und nach.
Blick von der "Tribüne" über den Teich. Im Hintergrund sieht man das fast fertige Sonnendeck.
Der grosse alte Stamm liegt nun im Teichbereich und stört nicht länger beim Rasenmähen. Walter wollte mir kürzlich nämlich den ersten Preis in Sachen Hindernislauf beim Rasenmähen verleihen!
Die im Frühling gesetzten Echinacea oder roter Sonnenhut haben den Schnecken getrotzt und sich schön entwickelt. Sie sind farblich eine wahre Pracht!
Auch die Banane hab ich im Frühling gesetzt. Direkt vor die Veranda. Sie hat schon zwei neue Triebe entwickelt, was mich natürlich freut!
Das Dach vom Anbau ist weg. Das Holz abtransportiert und der Boden mit dem Bagger ausgeebnet. Auch die neuen Fundamentlöcher hat der Bagger ausgehoben. Wenn alles gut läuft können wir im August oder September mit dem Wiederaufbau beginnen.
PAZ sind zu Besuch! Zora hat erst kürzlich schwimmen gelernt. Jetzt kann sie mir zeigen, wie gut sie es schon kann!
Andrea hat mir von Peters Schwester eine Ladung Seerosen mitgebracht! Es sei ihr hier nochmals herzlich verdankt! Es sind wundervolle und reichlich blühende Sorten, die noch im gleichen Sommer zum Blühen kamen (Leider habe ich es verpasst, davon Bilder zu schiessen - werd es aber im nächsten Jahr nachholen - versprochen!)!
Andrea geniesst den Garten
Die Weiber verarbeiten Brombeeren zu einem leckeren Milchshake
Seit Juni wird regelmässig Wasser aus dem Ziehbrunnen gepumpt und mit einem 4cm Schlauch in den Teich geführt. Der Schlauch geht durch den Felsen, den ich von Anfang im Teich platziert hatte. Wenn ich nun dort einen Aufsatz mit einem geringeren Durchmesser drauf schraube, wird das Wasser einige Meter in die Höhe geschossen! Luke hat dabei einmal so einen Schrecken bekommen, dass er mit einem Satz von der Brücke im Teich gelandet ist! Zora hat auf alle Fälle ihre helle Freude am "Jet d'eau de Frettechise"! 
Paz und ich machen einen Ausflug nach Cuisery in den Garten Eden.
Mit Zora wird es einem nie langweilig. Immer ist sie in Bewegung und für kleine oder grössere Abenteuer zu haben.
Auch Insekten schrecken die wilde Zora nicht.
PAZ bereiten sich auf ihre Wömi-Reise vor.
Sie reparieren mir sogar mein schon seit längerer Zeit kaputtes Kaminrohr!
Man(n) fühlt sich offensichtlich wohl im kleinen Paradies auf vier Rädern!
In Châlon sur Sâone findet das alljährliche Strassenfestival statt. Zora lässt sich von einer Strassenkünstlerin bemalen.
Mein Südwand sieht endlich ein wenig kultivierter aus. Diverse Fetthennen und Sonnenhüte blühen an dieser Seite.

AUGUST

Bade- und Urlaubszeit - Henny aus Portugal

Henny kommt mich im August besuchen. Ihr Wömi hat einen Getriebeschaden und bleibt für Wochen in einer Garage in Portugal. Sie nutzt die Gelegenheit und setzt sich kurzerhand in den Flieger um ein paar Tage/Wochen bei mir zu verbringen.
Wir verbringen herrliche Sommertage mit Baden und diversen Ausflügen.  
Leider darf ich selber nicht ins Abkühlung bringende Nass, weil die Nähte von der Gallenstein-OP noch zu frisch sind. Erst gegen Ende ihres Aufenthaltes darf auch ich wieder ins Wasser, ab da hat es schon merklich abgekühlt.
Immer wieder nutzen wir meine "Gratis Netz Verbindung" um Infos reinzuholen oder Mails zu schreiben. Die analoge Verbindung ist superlangsam und Geduld ist gefragt, aber wir haben ja Zeit!
Ein Ausflug nach Dijon.
Bei einem Pic-Nic an der abendlich rosa angehauchten Seille...
... wo wir eine Pizza verspeisen.
Zorro "muss" mal wieder gebadet und eingeschäumt werden. Ich mach das nicht, weil er es nötig hätte, sondern nur weil es Spass macht!
Der Wasserspiegel des Teiches bleibt immer auf dem gleichen Niveau. Es ist ein extrem trockenes Jahr und viele andere Teiche sehe ich trocken liegen. Es gibt auch Ziehbrunnen, die ausgetrocknet sind! Da schätze ich mich unter dem Strich wieder glücklich, dass ich den Wasserspiegel mit der Zuführung meines Brunnenwassers wenigstens halten kann!

SEPTEMBER

Badende Gäste und diverse Arbeiten in der hintersten Ecke des Landes

Marcel besucht mich mit Marie und ihren Kids Penelope und Asthon.
Ashton ist ca. 6 Monate alt und schläft meistens, wenn er nicht gerade isst oder von Marcel in den Schlaf geschaukelt wird.
Marie ist Kanadierin und spricht ein Französisch, welches für meine Ohren sehr gewöhnungsbedürftig ist. Ich brauche eine Zeit bis ich sie richtig verstehe. Aber sie ist recht unkompliziert und so verbringen wir ein lustiges Wochenende.
Penelope ist den Umgang mit Hunden gewohnt und sie lässt sich weder von Luke noch von Zoro um den Finger wickeln.
Na?
Sogar Marcel war baden! Wenn ich es nicht mit eigenen Augen gesehen hätte, würde ich es nicht glauben! Ob er wohl einfach seine Badehosen vergessen hatte?
Henny und ich montieren ein Gitter über die ganze Westseite (mehr als 30m!) der Dachrinnen. So habe ich endlich Ruhe vor den Blättern, die regelmässig alles verstopften und bei heftigen Regengüssen das kostbare Nass über die Kante schickten anstatt in meinen dürstenden Teich.
In meinem Dorf gibt es ein Quartierfest, was ich auf keinen Fall verpassen will. Marcel, Marie und Henny begleiten mich. Natürlich sind auch Penelope und Ashton mit dabei. Der kleinere schläft und Penelope vergnügt sich mit den anderen Kindern aus der Gegend. Da sie ebenfalls ein wenig Französisch spricht ist das kein Problem.
Die Menschen aus dem Quartier Frettechise! Mich findet man in der zweitobersten Reihe links von Henny, welche ganz rechts steht. Hinter mir steht Michel, mein "liebster" Nachbar und neben mir seine Frau und seine Mutter.
Das Fest bot eine gute Möglichkeit viele Leute kennen zu lernen.
Blick vom Dach auf den kleineren Teichbereich, der zur Zeit mit Algen bewachsen ist. Es sind Algen, die klares Wasser mögen, und da der Teich noch zu wenig andere Pflanzen hat und das Wasser auch noch zu wenig tief ist, heizt sich das Wasser in diesem Bereich zu sehr auf. Aber Wasserflöhe, die sich früher oder später wieder einfinden werden das "Problem" bzw. das Ungleichgewicht wieder ins Lot bringen. 
Meine beiden geliebten Grossen!
Der Steingarten hat sich mittlerweile gut in den Rest des Landes und an das Ufer integriert. Im nächsten Jahr, wenn alles mehr verwachsen ist, wird es noch besser zueinander passen.
Auf dem Weg nach Azé gehe ich an einem romantischen Bachlauf mit den Hunden spazieren. Das Burgund hat viele kleine wundervolle Ecken, die man entdecken kann. 
Das Schloss von Azé, wo ein kleiner Gartenmarkt stattfindet. Der Park hat einen wundervollen Bestand an alten und grossen Bäumen. Diverse Skulpturen sind über die ganze Anlage verteilt.
Kein Wunder, dass die Banane so prächtig gedeiht!
Das Land im hintersten Bereich des Geländes war abfallend und unpraktisch mit dem Traktor zu pflegen. André, mein Gärtner (Ha!) und ich haben einen Berg Erde in einer anstrengenden Tagesarbeit so verteilt, dass nun alles flach ist und man ganz nah an den Zaun fahren kann.
Auch die Weiden hier unten haben wir von 3 Meter hohen Brombeeren, wilden Rosen und allerlei anderem Gestrüpp befreit. Nun ist auch die hinterste Ecke meines Landes in einem Zustand, den ich mit wenig Aufwand unterhalten kann. Obwohl ich es den Vögeln und anderen Kleintieren gerne gegönnt hätte, hier Unterschlupf zu finden, war es unmöglich, diesen Urwald mit wenig Aufwand in Schach zu halten. Und es hat ja immer noch genug Hecken und entsprechende Verstecke in den angrenzenden Gebüschen. Das ist hier in der Bresse eh kein Problem. Es ist hier noch ganz üblich, dass Weideland mit Hecken abgegrenzt werden. Viele Tiere finden darin ungestörten Lebensraum. 
Der Platz an der Nordseite haben wir ebenfalls gefräst und frisch angesät Ich habe mich entschieden, vorläufig doch keinen Car-Port hinzustellen. Im Moment ist das noch gar nicht nötig. Die Fassade habe ich mit wildem Wein bepflanzt. In 2-3 Jahren wird sie ziemlich zugewachsen sein.

Die Steine warten darauf, dass sie das Ufer des Teiches verschönern dürfen. Allerdings müssen sie zuerst mal dahin verfrachtet werden... das ist wohl Arbeit für das nächste Jahr oder vielleicht für den Winter... man wird sehen.

OKTOBER

Genuss bei schönstem Herbstwetter und warmen Tagen - Besuch von Mama

Endlich haben auch die Terrassenwand und das Backhaus ein neues Gewand bekommen...
.... verbleibt nur noch der Holzschopf und der Durchgang zur Garage. Aber das ist ein Projekt für das nächste Jahr.
Meine Ma ist wieder einmal zu Besuch.
Es freut mich immer ganz besonders, wenn sie sich überwinden kann, die für sie schon recht weite Reise anzutreten. Ich geniesse die Zeit mit ihr sehr  und versuche sie entsprechend zu verwöhnen.
Fast jeden Morgen rennt sie barfuss über das Land, um den Teich und um's Haus herum! Ob ich mit 77 wohl auch noch so fit sein werde? Ziemlich unvorstellbar...
Wir geniessen die herbstliche Sonne, die Wärme und den Frieden. Auch wenn sie gemütlich ausschaut, meine Ma... Sie sitzt selten still! Immer findet sie irgendetwas zu tun. Ich muss sie manchmal fast anbinden!
Claudia kommt zu Besuch und es wird ein gemütliches Kaffeekränzchen daraus! Herrlich, im Oktober noch bei solchen Temperaturen draussen sitzen zu können!
Mit Mama habe ich die Zinnzuber zu neuem Leben erweckt. Wir haben jede Menge Blumenzwiebeln eingesetzt, welche im nächsten Frühling bestimmt wundervoll ausschauen. Der eine Zuber wurde mit Vergissmeinnicht bepflanzt und dieser hier mit kleinen Stiefmütterchen. 
Die Banane wächst und wächst. Man kann regelrecht zusehen. Aus zweien wurden vier und weitere stehen schon in den Startlöchern. Alle paar Tage entrollt sich ein neues saftiges Blatt!
Gegen Ende Oktober wird das Wasser im Teich immer klarer. Man sieht sogar an der tiefsten Stelle, die über 2m misst, bis zum Grund! Mich stören im Moment zwar die Algen, aber im muss Geduld haben. Solange es noch so wenig Wasserpflanzen hat, kommen diese kaum nach, das Wasser zu filtrieren und das Gleichgewicht bezüglich des Algenwachstums herzustellen.
Ich habe endlich eine Trauerweide gepflanzt. Seit der Teich steht, wollte ich solch einen Baum irgendwo um den Teich herum pflanzen. Bis ich mich entschieden hatte ging ein gutes Jahr ins Land.
Beim Sonnendeck wurde grossblättriger Bambus gepflanzt. In ein paar Jahren werden sie guten und lässigen Sichtschutz gegenüber dem Nachbarn abgeben.
Auch eine Robinie habe ich gepflanzt. Und zwar mitten auf die Halbinsel. Sie wird,  so mir alle Geister und Götter wohlgesinnt sind, nächsten Frühling rosa blühen.
Blick von hinter der Feuerstelle über das Land auf's Haus.
Die Farbe des Teiches verändert sich je nach Lichteinfall, Sonnenschein, Tages- und Jahreszeit.
Das Badezimmer hat endlich einen richtigen Anziehspiegel bekommen. Und zwar von einem Künstler: Max ist Schweizer und lebt in der Nähe von Thun. Er kreiert mit flüssigem Aluminium Spiegelrahmen und andere dekorative Gegenstände.
Auch die Veranda hat einen Spiegel bekommen. Allerdings bin ich betreffend Standort noch unentschieden.

NOVEMBER

Der Ausbau im Dachgeschoss lässt sich gut an

Der Teich im herbstlichen Kleid.
Vor der Veranda blüht der Ananas-Salbei während des ganzen Oktobers und Novembers!
Die Blühten leuchten extrem, doch leider kann ich es mit der Kamera nicht so recht einfangen.
Auch die rosa Datura vor dem Haus blüht noch am 23. November wie wenn es Frühling wäre!
Wieder mal ein paar aktuelle Ansichten meiner Wohnung: hier die Veranda
die Küche
der Eingang mit der neuen Glastüre
mein Büro mit Fenster in die Veranda
das Gästezimmer, bzw. der Salon
der Arbeitsplatz im Gästezimmer
die Toilette (hab ich noch gar nie abgelichtet, seit sie neu ist)
Das Schlafzimmer im Dachstock ist fertig isoliert, das Fenster montiert.
Auch die Fenster für die Küche (rechts, gross) und das Badezimmer (links, klein) sind eingesetzt.
Die Velux müssen sauber ins Dach eingesetzt werden. Am Schluss werden die Ziegel entsprechend zugeschnitten und wieder arrangiert.
Auf die Westseite gehen nun drei Fenster, die doch recht viel Licht in den oberen Stock bringen.  Auf der anderen Seite entstehen ebenfalls drei Fenster. Zwei in der Wohnung und eines im Vorraum.
Das ist der Blick von diesen Dachfenstern aus in den rechten bzw. nördlichen Teil des Garten.

DEZEMBER

Schon wieder eine Baustelle!

Der Laminat in der Veranda war recht einfach herauszuholen. Nun folgt der OSB-Boden.
Auch die Schwellen in den Türen zur Veranda sollen raus. Schwellen und natürlich Türrahmen.
So entstand eine neue Wandverkleidugn von der Küche in die Veranda. Die alte war ein zu grosses Geflick. In der Zwischenzeit ist sie schon gestrichen und strahlt in neuem frischem Weiss.
Der grössere Teil des Betonbodens ist trocken. Der Rest liegt offen und wartet darauf, dass er fertig austrocknet.
Karin kommt mich kurz vor Weihnachten besuchen. Eigentlich wollten wir den neuen Laminat in die Veranda einbauen. Doch da erst erwies sich der Unterboden als zu feucht. Und so verbringen wir die Zeit in einer Veranda auf blossen OSB-Platten! Die Hunde stört es nicht und die abendliche Kuschelstunde wird so oder so genossen!
Da wir nun nicht arbeiten "mussten", hatten wir viel Zeit und Musse. Während den vier Tagen, die Karin hier war, herrschten richtig winterliche Temperaturen und Zustände. So viel Schnee über doch ein paar Tage war hier ein Novum für mich! Einmal waren wir bei -10°C mit den Hunden spazieren! Dazu die Bise!
Ich geniesse es, wenn es hier richtig weiss ist! Ich finde es ein herrliches Bild als Jahresende! Alles liegt in der Ruhe und Stille, scheint wie tot. Doch darunter liegt soviel Leben!
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