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!! Achtung Neu:
die Paraglider-und Reiseberichts-
Seiten werden vorderhand hier verbleiben !! |
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betreffend Ferien im Hause Libellule auch auf
www.ferien-burgund.com. Die
zusätzlichen Infos zum Burgund usw. werden auf der neuen Homepage bis
Anfang 2012 vervollständigt. |
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Last Update
07. September 2011 |
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Gleitschirmfliegen in Sizilien
Insel der Gastfreundschaft
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Sizilien
hat eine ganze Reihe wunderbarer Fluggebiete in phantastischen Landschaften
aufzuweisen. Geflogen wird hier schon seit den Anfangszeiten mit den Deltas.
Dennoch hat es nur gerade 2-300 aktive Piloten. Entsprechend sind die Plätze
kaum überlaufen. Am bekanntesten ist wohl Taormina mit dem Etna im
Hintergrund. Das ergiebigste Fluggebiet erstreckt sich hingegen westlich von
Palermo.
Soaring möglichst über dem Meer, die Bremsen losgelassen, die Hände locker
im Schoss, oder im Übermut wie Flügel ausgebreitet, Steuern nur mit Gewichtsverlagerung - das liegt hier immer wieder drin. Gerade für
Anfänger und mittelmässige Piloten ist es natürlich besonders schön, mal
so richtig stundenlang zu fliegen. Doch auch Streckenflüge sind möglich, wenngleich nicht allzu grosse, da sich wegen der Nähe zum Meer im
allgemeinen keine sehr hohe Basis bildet.
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Sizilien
ist eine Insel. Hier wird mit starkem Wind geflogen, der jedoch laminarer ist
als in den Alpen. Wer seinen Schirm noch nicht rückwärts aufziehen kann,
übt es am besten schon zu Hause. Gianfranco zieht auch bei einem 40er auf,
ausser er muss, wie auf dem Bild, gerade noch telefonieren.
Die beste Flugsaison ist von Mai bis November, wo fast jeden Tag geflogen
wird. In dieser Zeit dominiert die Meeresbrise: geflogen wird vormittags und vor
allem am Nachmittag, wenn die Windstärke auf ein fliegbares Mass nachgelassen
hat, bis zur Dämmerung. Auch im Winter wird häufig geflogen. Allerdings ist
das Wetter wechselhaft, oft stark windig und zwischendurch regnerisch. Es ist dann
manchmal schwierig, den richtigen Startplatz zu wählen. Es kann auch vorkommen, dass man eine ganze Woche nicht fliegt.
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Die sizilianischen Piloten fliegen mehrheitlich vorsichtig und überlegt. Sie
beachten die Vortrittsregeln und fliegen selten riskant. Die meisten haben ein
sehr gutes Feeling für den Schirm. Dies vermutlich deshalb, weil sie vor dem
ersten Höhenflug monatelang Aufziehübungen gemacht haben, und weil sie
nachher recht viele Stunden geflogen sind.
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Das
eindrücklichste Erlebnis in Sizilien war für mich die fast unglaubliche
Gastfreundschaft der Einheimischen, welche ich besonders von Seiten der
Piloten erfahren durfte. Man ist sofort willkommen, wird zu den Startplätzen
mitgenommen. In der Bar, sei es zum Caffe vor dem Fliegen oder zum Birra nach
dem Fliegen, kommt man nur mit grösster Mühe zum Zahlen. Rasch gehört man
dazu: man küsst sich (meist Männer) zur Begrüssung und zum Abschied auf die
linke und die rechte (unrasierte) Wange. Für uns anfangs
gewöhnungsbedürftig, hier völlig normal.
"Hai bisogno di qualque cosa?" - "Benötigst Du
irgendetwas?" wird man oft gefragt, und es ist ehrlich gemeint. Als ich
mein Auto in Alcamo in der Reparaturwerkstätte hatte und in der Stadt nach
einem Internet-Point suchte, traf ich Adriano. Er fragte mich, was ich denn
tue und brachte mich gleich ins Büro zu einem Bekannten, wo ich das Internet
benützen konnte, natürlich gratis.
In Sizilien wird Dir niemand den Weg zum Startplatz beschreiben. Die
Sizilianer fahren Dich gleich hin oder fahren Dir voraus! Autofahren ist hier
das Normalste der Welt. Entsprechend hat es dann am Startplatz fast mehr Autos
als Piloten. Starten könnte man noch an vielen anderen Orten als den
beschriebenen und bekannten. Das wichtigste Kriterium ist aber, dass man
hinfahren kann. So habe ich denn auch mehrere Piloten getroffen, die gar keinen
Packsack haben. Wozu denn auch? Der Gleitschirm wird einfach ins Auto
hineingestopft und fertig. Ich hab's zwischenzeitlich auch probiert. Ist gar
nicht schlecht und schont erst noch den Gleitschirm!
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Massimo
hat einen PS-starken Offroader, eine bildhübsche Freundin und liebt gutes
Essen in Gesellschaft. "Wie ist das mit der Mafia?" habe ich mich
manchmal getraut zu fragen, wenn wir uns gut gekannt haben. Irgendwie wurde
ich nicht ganz klar aus der Sache, aber es scheint mir, dass das Thema die
Leute nur wenig beschäftigt. Und so habe ich auch keinen richtigen Mafioso
kennengelernt, dafür aber moderne Europäer, gesellige, offene und begeisterte
Gleitschirmflieger.
Ein gutes Nachtessen für 15 Euro liegt absolut drin, wenn man aufs Land in
einen Agritourismo fährt. Antipasto, Primo, Secondo, mit Wein, Kaffee und
Grappa! Es wird spät gegessen, ab halb acht, wenn nötig bis Mitternacht.
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In
Memoriam: Der unbestrittene Held in der sizilianischen Flugszene
hiess Angelo d'Arrigo. Mit seinem Starrflügler begleitete er Zugvögel von
Sibirien nach dem Iran, er überflog das Mittelmeer von Tunesien nach
Italien. Im Tibet setzte er Adler aus, welche er bei sich als seine "Kinder"
aufgezogen hatte, und anschliessend überflog er den Himalaja! Er zog Kondore
auf, um mit ihnen in den Anden zu fliegen .... doch das Schicksal wollte,
dass er am 26. März 2006 als Passagier in einem Kleinflugzeug bei einer
Flugshow abstürzte. Die Begegnung mit Angelo bleibt mir unvergesslich. Mehr
über ihn findest du auf Homepage unter www.angelodarrigo.com.
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Wann gehst Du nach Sizilien zum Fliegen? Den Flugführer kannst Du hier
schon mal downloaden.
Mehr über Sizilien erfährst Du auch in den Reiseberichten
von Silvana.
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