6. - 10. Dezember 2006: Messina - Naxos -
Siracusa - Noto
Milde Ostküste Siziliens |
Die
Fähre bringt uns in wenigen Minuten über den Stretto di Messina.
Sicilia! Sono ritornata!
Der Blick auf Messina ist prächtig. |
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Taormina
schminken wir uns nach einer weiteren Stellplatzenttäuschung ab. Der Superplatz
gleich unter dem Dorf ist heute ein privater Parkplatz, der mehreren Hotels
gehört. Als Henny und ich in einem Hotel nachfragen, gewähren sie uns auch nicht
eine einzige Nacht.
Rainer hat keine Lust, hier weiter zu suchen und so fahren wir, recht genervt,
runter nach Naxos, wo wir uns an den hinteren Lungomare stellen.
Ich bin verärgert und mache mir erst bei Henny und dann bei Rainer Luft. Das
Reisen zu Dritt hat durchaus seine Herausforderungen. Ich möchte nicht, dass wir
in einer nervigen Stimmung Dummes tun, was uns später leid tun würde. Da sind
wir uns alle einig.
Am anderen Morgen ist der Rauch verblasen und der "Haussegen" hängt nicht mehr
schräg... oder so... |
War er gestern noch total verhangen, so zeigt er sich heute morgen von seiner
schönsten Seite! Der Etna! Die Nordseite ist weiss.
Wir frühstücken auf der breiten Promenade, freundlich von den wenigen alten
Männern gegrüsst, die hier promenieren.
Die deutsche Crew will sich Taormina nicht anschauen, bzw. hat keinen Bock, da
nochmals hoch zu fahren. Soll mir recht sein. Ich habe Taormina in bester
Erinnerung und brauch das nicht mit einem blasseren Bild zu ersetzen.
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Ein
riesengrosser Abwasch wartet auf uns! Na dann mal los. |
Auf
der Suche nach dem Stellplatz in Augusta kommen wir durch die Gegend der
Raffinerien. Riesengross sind die Anlagen und weitläufig. Es nimmt kein Ende und
wir fahren weiter nach Siracusa. |
Die
Ausgrabungsstätte in Siracusa habe ich zwar ebenfalls schon einmal gesehen, wie
halt schon vieles auf Sizilien. Doch das Wetter ist schön, und es lässt sich ja
herrlich flanieren in diesen Arealen. So begleite ich Henny auf dem Rundgang
durch die Gärten, die voll sind mit Zitronen- und vielen anderen Bäumen.
Ein Grossteil der Anlage ist nach wie vor abgesperrt. Wenn hier was renoviert
wird, dann dauert das eine Ewigkeit! |
Das
Ohr des Dionysos ist natürlich immer wieder ein Spektakel. |
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Das
griechische Amphitheater liegt schön in der Gegend. Faszinierend sind die
höhlenartigen Gebäude oberhalb des Theaters.
Eigentlich wollen sich Henny und Rainer die Altstadt von Siracusa ansehen. Doch
heftiger Regen und noch heftigeres Markttreiben erschöpfen unsere Energien, und
wir beschliessen, uns mit Hilfe meines Navigationssystems auf kürzestem
Wege wieder aus der Stadt hinaus führen zu lassen. |
In
Calabernardo, kurz nach Lido di Noto finden wir bei einem kleinen Fischerhafen einen netten Platz
zum Stehen. Alles schön ruhig und übersichtlich. Genau das brauchen wir jetzt. |
Ein
weisser Kranich wagt sich in meine Kameranähe und schon hab ich ihn! |
Noto
lassen wir uns nicht entgehen. Aber auch hier stelle ich fest, dass die
Renovierungsarbeiten am Dom immer noch in Gang sind. Viele Ecken sind mit
Bretterzäunen abgeschlossen und zugemacht.
Trotzdem, das Spazieren in diesem barocken Städtchen war stressfrei und lustig. |
11. - 16. Dezember 2006: Pozzallo - Punto
Religione (Lido di Modica) - Modica - Manfria (Gela) - Agrigento - Capo Biancho
- Sciacca
Südküste Siziliens |
Pozzallo!
Alles schon mal gehabt... ja.. ja.. nichts mit neuen Wegen. Auf alten Wegen, die
allerdings in der Erinnerung gleich alt bleiben und dann in der, je nachdem wie
man's anschaut, langen Zeitspanne von drei Jahren um vieles mehr gealtert sind.
In Pozzallo steht noch immer dieses Restaurant, welches damals schon
zugesperrt und verlassen war. Heute steht nur noch das Gerüst des Gebäudes und
alles, was sich irgendwie verwerten liess, wurde abmontiert, auseinandergebaut
und -geschlagen. Da wurde viel Geld in den Sand gesetzt, im wahrsten Sinne des
Wortes!
Mich stört das an sich nicht. Denn hier steht man direkt am Strand, hat Ruhe vor
Autos und sonstigem Lärm. Die kleinen Sanddünen um den Parkplatz werden zwar
immer grösser, verdecken aber auch die hässlichen Stellen. Ich mag diesen Platz
noch immer sehr. |
Und
immerhin! Aus diesem Gebäude hole ich mir Holz, um die Plastikkiste, die ich
schon ein paar Tage mitführe endlich auf's Fahrrad montieren zu können.
Mit Säge und Messer und Hammer entstehen zwei Holzlatten, an die ich die Kiste
festschraube.
Mit Rainers und Hennys Hilfe geht das ganz gut. Als ein älterer Herr uns aber
helfen will, kommt's beinahe schief. Ich muss vehement seine Hilfe ablehnen,
sonst wird aus diesem Projekt nie mehr was!
So, nun muss dieser fliegende Korb nur noch Zorro genehm sein! Mit der
überzeugenden Kraft einer Wurst gelingt es uns, dass Zorro sitzen bleibt.
Auf einer späteren Tour mit Henny am Strand entlang stellen wir beide grinsend
fest, dass der Kleine total entspannt ist und sich sogar beinahe hinlegt. Er hat
schnell kapiert, dass er entweder laufen kann oder mitfahren! |
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Cool! Mega! Dass dieses Projekt so schnell klappen würde, hätte ich nicht
gedacht. Eigentlich hatte ich immer Bedenken, dass dem Zorro so eine wackelige
Sache gefallen könnte! Und nun so! Super! Uns stehen neue Abenteuer offen!
;-))))
Übrigens geht es dem Kerl mittlerweile prächtig. Er hat offensichtlich Spass an
unserem Leben und das Bein wird immer besser. Manchmal bemerkt man es kaum, dass
es gerade mal zwei Monate her ist, dass er operiert wurde! Auf alle Fälle
geniesst er das Leben. Ich müsste mir ein Beispiel an ihm nehmen! |
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Wir fahren nach Pozzallo rein um einzukaufen und Rainers TIM-Karte wieder
aufzuladen, deren Guthaben aus unverständlichen Gründen ins Minus geraten ist!
Das Telefongespräch von Rainer mit dem weiblichen Operator der TIM war köstlich
mitanzuhören! Da wurde mit Englisch-Italienischem Small Talk gewedelt und wild
geflirtet! Wäre Rom nicht so weit weg, ich glaube, wir hätten um ihn fürchten
müssen! |
Es
giesst aus Kübeln!
Im Fährhafen für Malta wollen wir Wasser tanken. Doch es ist militärisches
Gelände und wir werden aufgefordert, den Platz wieder zu verlassen. Also
weiter... im strömenden Regen.
In der Nähe von Lido di Modica fahren wir durch eine Quartierstrasse und
finden in der Nähe des Meeres eine Duschsäule mit Wasserhahn. Ich helfe Henny im
strömenden Regen den Wassertank aufzufüllen. Der Wasserhahnadapter hält nicht
richtig und sie muss ihn während des Auftankens festhalten. Wir sind beide
pitschnass, als die Aktion vorbei ist.
Ein Stück weiter runter finden wir einen wunderschönen Platz, direkt am Meer.
Der Boden ist unter der Wiese felsig und darum können wir es wagen, uns bei
diesem strömenden Regen hierher zu stellen.
Ich bewaffne mich mit Gummistiefeln und erkunde die Ecke. Toll. Wirklich, ein
Mega-Stellplatz!
Der nächste Tag bringt Sonnenschein. Wir beschliessen, noch einen Tag hier zu
bleiben und diese schöne ruhige Ecke zu geniessen. |
Rainer
fährt mit dem Fahrrad ins Dorf rüber, welches auf der anderen Seite der Bucht liegt
und trifft auf jede Menge Camper.
Auf einem grossen Platz am Lido stehen mindestens zehn Wohnmobile. Alle am Rande
hingestellt, wirkt die ganze Sache wie eine riesengrosse Wagenburg. Teilweise
stehen sie schon Wochen und Monate hier.
Ja, man könnte dies wohl "Klein-Agadir" nennen!
Da bin ich mit unserem Stellplatz schon sehr einverstanden! |
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Der
Regen hat tiefe Pfützen auf den Wegen hinterlassen. Und alles strahlt im
frischen Grün!
Auf einem Spaziergang mit Henny sehen wir sogar blühende Rosen!
Es tut gut, wieder einmal länger an einem Ort zu bleiben. Ruhe kommt auf. Ich
presse frischen Orangensaft, geniesse das Sein und die Stille. |
Dieser
riesige Katzenschwanz oder wie auch immer diese Pflanze heisst, hängt verwegen
über eine Mauer und beeindruckt uns. Es wird nicht mehr lange dauern und sie
wird blühen!
In diesen Tagen beginnt auch der gelbe Hängeklee überall seine gelben Teppiche
auszubreiten! Ich glaube, in Sizilien blüht es das ganze Jahr über. |
Henny
wäscht die vom Regen komplett nass gewordene Hose und auch Rainer nutzt die
Gelegenheit, ein bisschen Wäsche zu waschen. Bei ihm gehen solche Dinge nicht
ohne Faxen machen. Man müsste es eigentlich auf einem Film festhalten! |
Der
Abend wird stimmungsvoll. Wir sitzen draussen, bis die Sonne im Meer versinkt,
den Himmel in rot-violette Töne verzaubernd. |
Auch
der Blick rüber ins Dorf Lido di Modica ist schön und stimmungsvoll. Die
Bucht ist geschützt und daher glimmern die Lichter über das fast unbewegte
Wasser.
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Schnecken haben sich zu kleinen Haufen zusammengerottet.. warum wohl? Keine
Ahnung, aber es schaut witzig aus. |
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Wir
fahren weiter. Henny und Rainer wollen sich Modica anschauen, eine der drei
grossen Barockstädte hier im Süden Siziliens.
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Modica
ist gross und sehr beeindruckend! In einem Tal liegend drängeln sich die Häuser
an den Hang und stapeln sich regelrecht zum Himmel hinauf.
Während wir hinaus fahren, gerate ich in einen Riesenrummel. Die Schulen sind gerade
aus und die Eltern kommen ihre Kinder abholen. Alle stellen ihre Autos einfach
auf der Strasse ab, und es gibt kein Weiterkommen, solange nicht jeder sein Kind
im Auto verstaut hat und bereit zur Abfahrt ist. Ich warte und gedulde mich. Bin
eigentlich einfach froh, dass es irgendwann wieder weitergeht, d.h. ich
überhaupt durchkomme. |
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Für
die Nacht finden wir einen Stellplatz bei Manfria an der Küste. Es dunkelt schon bald ein.
Ein Lichtmast erhellt den ganzen Platz. Das hat seine Vorteile, aber auch
Nachteile. Die Leute meiden diese Plätze zwar, und man hat dadurch eher Ruhe,
dafür wird das ganze Womo innen so ausgeleuchtet, so dass man nur mit totaler
Rollo-Verdunkelung schlafen kann. |
Am
anderen Morgen erweist sich der Strand als recht weitläufig. Man sieht beinahe
bis zum Capo Biancho runter. |
Zorro
findet in dem Müll eine riesengrosse Bauchschwarte und trägt sie stolz ins
Gebüsch. Fressen tut er sie nicht, oh nein, zu gross! Aber vergraben! Auf dem Bild sieht
man die eine Hinterhand, welche als erste operiert wurde. Das Fell ist schon
beinahe ganz nachgewachsen und man sieht kaum noch etwas. |
Unser
nächstes Ziel ist Agrigento und das Tal der Tempel. Eigentlich müsste man
Eintritt bezahlen. Doch Henny und ich kommen durch die Schranken, ohne einen Obulus
zu entrichten. Die beiden Damen meinen, wir könnten dann später auf der anderen
Strassenseite, wenn wir das andere Areal anschauen gehen, Eintritt bezahlen. Es
kümmert sie nicht. Und uns kümmert es auch nicht.
Während sich auf dem Meer ein Gewitter zusammenbraut, spazieren wir die
verlassene Bergkuppe entlang zum höchstgelegenen Tempel. Es sind kaum Besucher da
und es gefällt mir, diese Ausgrabungsstätte in Ruhe und ohne Meute zu erkunden. |
Vom
höchsten Tempel aus hat man einen herrlichen Blick auf das heutige Agrigento, welches am
nächsten Hügel klebt, wie auch auf die Ausgrabungsstätte selber. |
Am
gleichen Tag kommen wir am Capo Biancho an. Eraclea Minoa ist eine weitere
Ausgrabungsstätte oben auf den Klippen. Wir suchen uns, mittlerweile vom
Gewitter eingeholt, einen Stellplatz unten am Strand.
Das Restaurant, welches vor drei Jahren komplett runtergebrannt war, wurde neu
aufgebaut, und wir stellen uns auf den dazugehörigen Parkplatz. Dem Wirt
versprechen wir, heute Abend bei ihm zu essen.
Im Laufe des Abends regnet es aber dermassen und das Gewitter hängt während
Stunden genau über uns, dass es uns bald anders wird. Vor allem, als wir nach
und nach entdecken, dass das Wasser sich zu einem reissenden Dreck-Fluss
gesammelt hat und sich ausgerechnet mitten unter dem Restaurant seinen Weg zum
Meer bahnt.
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Die
Köchin taucht auch nicht auf. Irgendwann, sicher eineinhalb Stunden später,
reklamieren wir doch unseren immer grösser werdenden Hunger in der Küche und
bekommen als Ersatz für das bestellte Menü jeder einen Teller voll Tagliatelle
an Pistaziensauce. Immerhin! In der Zwischenzeit donnert und blitzt es weiterhin
über unseren Köpfen und unter unseren Füssen reisst ein brauner Fluss das halbe
Fundament weg. Der Wirt meint zwar, trotz offensichtlicher Nervosität, dass kein
Grund zur Sorge bestehe. Die Stelzen, worauf das Restaurant stehe, seien 12m
tief im
Boden verankert! Wer's glaubt?
Am anderen Tag sehen wir dann die Bescherung aus nächster Nähe und bei
Tageslicht. Die Treppe wurde
beinahe wegschwemmt, das Fundament, bzw. der Erdboden unter dem Restaurant ist nicht mehr und der
äusserste Pfosten wurde ebenfalls weggeschwemmt.
Mit Mini-Baggern wird hinter dem Restaurant die fehlende Erde wieder aufgefüllt.
Bis zum nächsten Mal! Dann schwemmt es halt wieder den halben Boden weg... |
Zorro und ich gehen die Bescherung in den Strassen auskundschaften. Ich mit
Gummistiefeln und der Zorro bis zum Bauch im Schlamm. Die obere Strasse können
wir vergessen. In dem Schlick kommen wir nicht weit. Doch die untere Strasse ist
ok. Teilweise wurden mit einem Bagger schon der gröbste Schlamm entfernt.
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Henny
und ich spazieren am Meer entlang bis zum Kap. |
Heute
ist hier kein Durchkommen. Das Meer ist zu wild und trägt die Brandung bis zu
den Felsen. Schade! Damals hatten Dominik und ich hier eine unserer schönsten
Küstenwanderungen unternommen. |
Wir
entschliessen uns, da immer noch unruhiges Wetter herrscht, weiter zu fahren. In Sciacca
finden wir keinen Durchlass zum Hafen, bzw. überall ist die Höhenbegrenzung zu
knapp. Genervt vom Verkehr lassen wir uns in einem kleinen Dorf nach Sciacca für
die Nacht nieder.
Am anderen Tag fahren wir auf einer per Zufall angefahrenen schnellen Strecke
bis nach Palermo. Die SS624 verläuft mehr oder weniger parallel zur Autobahn und
ist super ausgebaut. Mit weniger als 70km Distanz bis nach Palermo ist sie
zudem viel direkter als die Autobahn, welche einen grossen Bogen macht.
Und zu meiner Freude führt sie durch herrlich schönes Inland. Das ist das
Sizilien, welches ich liebe. Wie viele schöne Ecken haben Dominik und ich
dazumal hier entdeckt!
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Wir haben uns irgendwann und irgendwo beschlossen, baldmöglichst nach Tunesien überzusetzen. Vorher
wollen wir allerdings noch einkaufen. Es ist dunkel, als wir im Fährhafen
ankommen. Zuständige Leute geben uns an, dass noch heute Abend abgefahren wird.
Das nächste Mal erst wieder am Mittwoch morgen!! Das nennt sich wohl Timing!?
Obwohl Henny und Rainer eigentlich noch ihren Gastank auffüllen wollten,
entschliessen wir uns, einzuschiffen.
Um 20 Uhr legt eines der neuesten Schiffe der Grimaldi-Linie ab. Wir haben uns
im Innern der Womos versteckt, bzw. bleiben einfach drin. Da auf diesem Deck die
Seiten offen sind, besteht keine Gefahr, dass wir zu wenig gute Luft bekommen.
Auf diese Weise bin ich dazumal auch nach Sardinien rüber und wieder zurück.
Denn 10 Stunden in Pullmann-Sitzen zu verbringen ist kein Spass. Allerdings
habe ich erwartet, dass ich die deutsche Crew erst dazu überreden muss. Ha,
nervös bin einzig und allein ich. Die beiden tun so, als ob sie das alle Tage
machen! Und so tuckern wir ruhig Richtung Westen. Morgens um ca. 7 Uhr kommen
wir in Tunis an. Alles ist bestens verlaufen. Die See war meist ruhig. Ein paar
Stunden in der Nacht schaukelte es ein wenig heftiger, aber es blieb im Rahmen.
Henny war so klug, und ging gleich am Morgen rauf zur Rezeption, um die Billette
zu holen, die es für eine weitere Kontrolle braucht. Auch hat sie alle anderen
Formulare, die wir jetzt noch schnell ausfüllen sollten, bevor wir vom Schiff
fahren. |

Chronologisch geht's hier weiter: Reisebericht Tunesien 2006, Teil 1 |