31. Mai - 6. Juni 2005: Piedrahita
(ca. 170km W v. Madrid)
Gleitschirmfliegen, Wandern und Schwimmen an der Sierra de Gredos
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Piedrahita
ist ein kleines Städtchen, nördlich der Sierra de Gredos, mit einem hübschen
historischen Kern. Als wir ankamen, war Markttag auf dem Dorfplatz und es
herrschte eine bunte und lebendige Atmosphäre, obwohl es gerade regnete.
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Die
Störche scheinen die Umgebung und vor allem den grossen mächtigen Kirchenturm
zu lieben. Mehr als zehn Nester sind auf dem Dach und ringsherum installiert. Es
ist Nistzeit, die Störche sind fleissig am Nestbau und Futter suchen. In jedem
Nest sitzen ein paar Junge und es klappert ab und an durch's Dorf.
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Viele
Bauten sind schon recht alt, aber dennoch in gutem Zustand.
Hier in Piedrahita finden wir einen Internet-Point und auch sonst alles
Wichtige. Wir haben anfänglich schlechtes Wetter bzw. Wind von hinten, also
genug Zeit, um das Dorf und seine Umgebung zu entdecken.
Ein Laden, der Gleitschirmkleber auf den Fenstern und Türen hat, ist offenbar
aufgegeben worden. Alles leer und verlassen.
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Mit Hilfe von Einheimischen finden
wir das Haus, wo Steve und Puri wohnen, Engländer, die sich hier niedergelassen
haben, eine Gleitschirmflieger-Schule betreiben und auch Guiding machen. Puri erzählt uns, dass
nicht mehr viel los sei hier. Diese Woche eh kaum was, schlechtes Wetter und so,
keine Schüler. Eventuell gegen Wochenende. Viel mehr erfahren wir
auch nicht, als später Dominik ihre Homepage studiert. Keine Angaben zu
Startplätzen und allfälligen Alternativen zum "Pena Negra". Schade,
echt.
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In
diesem Palast ist eine Schule untergebracht. Hinten ist ein riesiger Park, der
schön und vor allem symphatisch ist, da er grosse Grünflächen hat, die
offenbar zum Begehen da sind und wo keine Verbotsschilder den Spass an soviel
Wiese verderben.
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Unteres Bild gibt den Blick wieder, den wir vom Stellplatz in einer Kurve
unterhalb des Startplatzes haben. Rechts im Bild der Pass
"Pena Negra" und der gleichnamige Startplatz.
Links unten im Bild ist Piedrahita zu sehen. Man kann sich gut vorstellen, wie
schön sich die Thermik im offenen Tal entwickelt und den breiten Hang
hochkommt. Die Sierra erstreckt sich bis nach Avila, welches etwa 60km nördlicher
liegt. Ein beliebtes Streckenfluggebiet.
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Wir können von diesem Stellplatz aus herrlich verfolgen, wie sich
die Wolken verdichten und dann fleckenweise ihre Schauer auf die Erde fallen
lassen. Grosse Regentropfen fallen gemächlich vom Himmel und es donnert immer
wieder einmal über dem Tal. Das wirklich schöne Wetter kam am zweiten Tag
unseres Aufenthaltes auf und blieb, bis wir fünf Tage später wieder
weiterreisten.
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Am zweiten Aufenthaltstag weht es immer noch aus Nordosten (der Startplatz ist
Nordwesten). Wir entschliessen uns, Alternativen zu suchen. Als wir gerade
wieder im Dorf und noch etwas weiter sind, sehen wir, wie oben ein Gleitschirm
rausfliegt. Und eine ganze "Schwette" ist am Startplatz bereit. Na
super! Rechtsumkehrt und zum Landeplatz. Dort treffen wir auf eine Französin,
welche erzählt, dass sie eine Gruppe aus zwei Schulen von Annecy und noch einem
Ort mit insgesamt vierzehn Schülern sind und für eine Woche hier fliegen werden.
Sie kennt das Gebiet sehr gut und gibt uns gute Tipps! Der Wind hat mittlerweile
offensichtlich gedreht
und sie meint, um dreizehn Uhr wäre ein guter Moment, um zu starten. Nachher könnte
er zu stark werden und sich erst wieder am späten Nachmittag
beruhigen. Eine Pilotin nehmen wir gleich mit nach oben als wir rauffahren. Sie
erzählt uns noch mehr Wissenswertes zu diesem Fluggebiet.
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Oben
herrscht "Parawaiting"! Sie warten alle auf den guten Moment, der es
ihnen erlaubt auf dem relativ flachen Startplatz rauszufliegen und sich mit
Thermik oben halten zu können. Der Landeplatz ist gleich vor dem Dorf und wenn man
nicht einen sicheren Gleitflug dorthin machen will, muss es schon passen.
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Nach
und nach fliegen sie raus. Die einen knapp, die anderen gut über den Ginster,
dessen Duft betörend in der Luft liegt.
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Ein
Gleitschirm ist wie eine Möwe gebaut. Wunderschön anzuschauen. Besser fliegt
er wohl nicht, aber auch nicht schlechter, glaub ich. Auf alle Fälle schaut er
echt wie ein Vogel aus.
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Auch
Dominik macht sich bereit und fliegt raus. Die einen können sich
verflixt gut halten. Andere saufen ab. Braucht wahrscheinlich schon ein bischen
Drive, wenn man heute hier Höhe machen oder wenigstens halten will.
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Am
Startplatz steht ein an sich schönes Steinhaus mit Veranda. Leider wurde der
Bau nie fertiggestellt und nun steht er, ziemlich geschändet, leer da und wird
da langsam aber sicher vor sich hin vergammeln.
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Zorro
ist inzwischen ein ganz tauglicher "Startplatzhund". Er rennt nicht
über die Leinen, pinkelt nicht an die Säcke und begrüsst alle Neuankömmlinge
mit Freude. Solange ihn andere Hunde nicht animieren, rennt er auch den
Startenden nicht hinterher. Manchmal verfolgt er die Piloten in der Luft, wie
wenn er was davon verstehen würde. Irgendwann wird auch er in die Luft gehen,
da bin ich ziemlich sicher ;-)
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Die Schüler der Franzosengruppe sind nicht gerade die besten Starter. Aber es
ist auch gut nachvollziehbar. Neue Umgebung, flacher Startplatz, wenig oder viel
Wind... also wirklich nicht gerade für Anfänger. An einen neuen Platz muss man
sich sowieso immer erst ein wenig aklimatisieren, vor allem wenn man sich meist
an die heimatlichen gewöhnt hat. Auf alle Fälle macht es Spass zuzuschauen.
Ich lerne viel dabei und meine Kommentare sind natürlich sehr
kritisch ;-).
Auf den untenstehenden Bildern ist der Wind nicht gerade schwach. Offenbar traut
man dem Piloten nicht zu, dass er den Schirm alleine liegend halten kann.
Mindestens fünf Leute halten den Schirm unten und er zieht unglücklicherweise
gerade dann hoch, als eine Böe reinkommt. Der Schirm kommt mit soviel Kraft
nach oben, dass es den Piloten gleich vom Boden abhebt, ihn auf den Rücken legt
und der Schirm sich wieder in sich zusammenzieht! Wuschdädämm!!
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Leider
erwischt es eine Pilotin schon am ersten Flug-/Ferientag, als sie mit
Schwachwind startet und auf der unterhalb verlaufenden Asphaltstrasse noch
einmal aufsetzt. Sie verstaucht sich dabei den Knöchel und der Frust ist gross,
als sie realisiert, dass die Ferien nun wohl gelaufen sind und das Fliegen
vermutlich vorerst vergessen werden kann!
Nach und nach kommen aber sonst alle raus und die Abendthermik wird immer
schöner!
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Bis
beinahe Sonnenuntergang wird geflogen. Es entsteht nach acht Uhr eine
gleichmässig gut tragende Schicht, eine Art "Magic Air", welche
softes Fliegen und absoluten Genuss beinahe garantiert.
Dominik landet im letzten Moment oben rein. Kurz nachher sehen wir, wie alle
nach draussen und nach unten fliegen. Wow, in solchen Verhältnissen würde auch
ich gerne fliegen!
Wir verbringen eine ruhige und erholsame Nacht hier oben am Berg.
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Am Morgen ziehen wir los, um uns hinter dem Startplatz durch den Ginster zu
schlagen. Hier oben wächst nur Ginster! Ganze Kuppen und Hänge sind gelb und
duften herrlich. Leider ist diese Pflanze in ihrer Vermehrung und Ausbreitung so
aggressiv, dass sie alle anderen verdrängt. Von einem erhöhten Felsen aus sehen
wir die dahinterliegende höhere Kette der Sierra de Gredos mit ihrem höchsten
Punkt, dem Pico de Almanzor mit 2592müM, welcher oben immer noch ein wenig
Schnee liegen hat.
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Die leicht abfallende Ebene, zwischen dem Pena Negra und der hohen Kette der
Sierra de Gredos wird teilweise für die Viehwirtschaft genutzt.
Granitsteinmauern durchziehen die Landschaft. Meist sind die feuchten und
fruchtbaren Täler abgegrenzt. Wir sehen immer wieder kreisrunde Steingehege,
welche früher sicher eine Funktion hatten, heute aber vermutlich ungenutzt sind
und vor allem die Gegend optisch spannender machen.
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Auf
der Suche nach Thermik kratzen die Piloten am Hang entlang. Unten sieht man das
Weidegebiet, wo, wenn nötig, eine Notlandung gemacht werden kann. Aber
aufgepasst, dass man nicht gleich beim Stier landet!
Das Mädel mit dem verstauchten Fuss wurde so gut versorgt, dass sie es heute
morgen wagte, einen Flug zu machen. Sie wählte den Startplatz unterhalb der
Strasse. Später erzählte sie, dass alles gut lief und sie sogar auf ihren
Füssen landete.
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Heute
ist Competition angesagt. Die Madrilenos messen sich heute hier, um
herauszufinden, wer am Schnellsten die erforderlichen 57 Kilometer abfliegt! Während des Briefings muss Zorro natürlich dabei sein...
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Der
Wind ist noch zu schwach. Alle sind mehr oder weniger bereit und warten darauf,
dass die Mittagsthermik reinbläst, um sie möglichst hoch und dann natürlich
weit zu tragen.
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Als
es losgeht, kommt Bewegung in das kunterbunte Gemisch der Schirme.
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Startabbrüche
inmitten der Leute und dem all dem Bagage bringt Stimmung! Mühsam sind hier die
groben Felsblöcke, die ziemlich leicht die feinen Leinen zerreisen können. Vor
allem, wenn eine Böe den Schirm heftig nach oben reisst.
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Als
dann alle oben sind, sieht man sie auf der nördlichen Seite am Hang aufdrehen. Vermutlich wird es dort
ziemlich eng!
Als Dominik wieder kurz vor dem grossen Sinken oben reinlandet, erklärt er zu
meiner Verblüffung, dass wir morgen wandern gehen könnten! Der Rummel hier ist
ihm zuviel und mir soll es mehr als recht sein, den Sonntag nicht hier im
Massenandrang zu verbringen.
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Die
höchsten Gipfel der Sierra de Gredos sind nahe. In einer knappen Stunde sind
wir am Ausgangspunkt unserer Wanderung, der Plataform de Gredos.
Wir staunen über den perfekt präparierten Wanderweg. Er ist fast auf der
ganzen Strecke mit kleineren und grösseren Steinen ausgelegt! Für unseren
Geschmack zu perfekt und man muss ständig die Augen auf dem Boden halten, um
sich nicht zu "vertrampen". Aber die Streckenführung und die Gegend
ist wunderschön! Zuerst führt der Wanderweg auf eine grüne moorige Hochebene.
Ein kristallklarer Fluss windet sich aus den Bergen quer über's Plateau und
weiter das Tal hinunter.
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Dann
kommen wir auf eine Ginsterkuppe, welche den Blick freigibt auf die
dahinterliegenden Gipfel, welche so um die 2500m hoch sind. Unter den Gipfeln
liegt in Schattenecken noch Schnee.
Wir wandern an zwei schön gebauten Steinbrunnen vorbei, aus denen eiskaltes und bestes
Trinkwasser sprudelt! Wenn man das bloss zum voraus wüsste! Wir füllen uns eine Falsche auf dem Heimweg für den
verlängerten Genuss ab.
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Bevor
der Weg hinunter ins Gletschertal führt treffen wir auf Steinböcke. Als
ich den ersten sehe, denke ich, wow, welch Glück, Steinböcke
anzutreffen!
Wir checken aber schnell, dass die Tiere hier offensichtlich ganz und gar nicht
menschenscheu sind. Sie werden von Wanderern gefüttert und lassen sich nicht
einmal von Zorro beirren. Man könnte fast meinen, dass sie scharf drauf sind, sich gut
ins Bild zu stellen!
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Einiges
weiter unten schlängelt sich ein Bach durch das vom Gletscher ausgeschliffene
Tal.
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An
der Lagune Grande sind wir am Ziel. Ich ziehe meine Schuhe aus, um meine Füsse
im, so denke ich, eiskalten Wasser, zu erholen. Na sowas! Der See ist gar nicht
kalt, auf alle Fälle nicht weniger kalt als der Teich bei Linhares in Portugal,
wo wir schon baden waren. Kurzerhand entledigen wir uns unserer verschwitzten
Kleider und geniessen ein super erfrischendes Bad im Bergsee.
Es wird arg heiss, bis wir wieder am Womo angelangt sind und ein erneutes Bad
wird fällig. Der Bach, der an uns vorbeiplätschert macht schöne
"Gunten" und wir baden noch einmal im angenehm frischen Bergwasser.
Als ich auf einem Stein mich trocknen lasse, kann ich eine kleine Seeschlange
bzw. schwimmende Bergschlange (?) beobachten, die gerade dort sich wieder in die
Tiefen lässt, wo wir noch vor einer Minute die Glieder ausstreckten! Noch
einmal würde ich da also nicht rein. Auch wenn ich sicher bin, dass Schlangen
den Menschen wenn irgend möglich aus dem Weg gehen.
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Wir fahren zurück zum Startplatz, wo aber im Moment, um etwa 18 Uhr kein Mensch
anzutreffen ist. Es heisst noch warten, bis sich die Thermik in ein angenehmes und
tragendes Warmluftbad verwandelt hat.
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Eine
zweite Franzosengruppe taucht in Piedrahita auf. Da sie alle auf Streckenjagd
sind und Dominik sich ihnen gerne anschliessen will, übernehme ich für sie den
Pickupdienst. Abholen muss ich sie dann doch nie. Einmal fliegt einer mit
gerissenen Leinen zum Auto runter und holt die anderen und ein ander Mal wollen
sie nicht fliegen, weil zu wenig Thermik da ist.
Dominik hat Gelegenheit mit ihnen Richtung Avila zu fliegen. Er schafft 30km.
Der, der am weitesten gekommen ist, flog beinahe bis nach Avila. Dominik meint
zwar, es sei ein "Riesengeschüttel" gewesen und ein
"Chrampf", aber man sieht ihm an, dass er zufrieden mit seiner
Leistung ist und glücklich darüber, so gut in der Truppe der geübten
Streckenflieger mitgehalten zu haben!
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Das
Landen auf dem Feld hinter unserem Wohnmobil ist zwar verboten, aber Dominik
macht es trotzdem. Und prompt kommt der Bauer und meint "aqui no!".
Netterweise erklärt er ihm aber, wo er aus dem Feld wieder rauskommt. Schwein
gehabt, dass er nicht so verärgert war, dass er gleich zur Mistgabel
griff!
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An
einem heissen Nachmittag fahren wir über die hinter dem Pass liegende Ebene bis
zum Bach, der sich den Berg hinunter schlängelt. Als wir auf dem Wanderausflug
waren, hatten wir hier einen schönen Stellplatz entdeckt. Es hat gerade mal so
Platz, um das Womo einigermassen gerade hinzustellen. Hier geniessen wir die
heissesten Stunden des Tages mit Rumhängen, Schwimmen und dem
"Nachlaufen" des Baches. Auch hier blühen in frischem Weiss die
Wasserblumen!
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Als nach sieben Tagen der Wind von hinten kommt, entscheiden wir uns, relativ
kurzentschlossen, weiterzureisen. Wir haben fast 500km bis zur Nordküste zu
bewältigen. Auf der Strecke liegt zudem noch ein Fluggebiet, dass wir uns kurz
anschauen wollen, also, los, ab nach Norden. Wir hatten viel Wetter- und
Windglück hier in Piedrahita und lernten ein paar nette Leute kennen. Alles in
allem war es eine wunderschöne Zeit!
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Stellplatz Piedrahita Dorf: Im Dorf Richtung
Pesquena , nachdem
es über eine Brücke geht, wo gleich linkerhand die alte Stadtmauer mit Brücke
zu sehen ist, biegt man rechts ab und fährt an den Backsteinblöcken vorbei -
Wiese
Klima und Umgebung: ruhig und mit schöner Aussicht in die Ebene und auf die
Sierra
Infrastruktur: Internet und alles im Dorf, Wasser nur bei Tankstelle gefunden
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Stellplatz Piedrahita Pena Negra 1: vom Dorf Richtung
Pesquena und weiter die Asphaltstrasse bis zum Pass "Pena Negra", dort
vor dem Steinhaus - Kies
Klima und Umgebung: genialer Blick auf die Ebene vor Piedrahita, Startplatz,
Fliegen
Infrastruktur: nada
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Stellplatz Piedrahita Pena Negra 2: wie oben, ca. 2km und
100 Höhenmeter vor dem Pass führt rechterhand eine Piste weg - Kies
Klima und Umgebung: absolut ruhig und wunderschöner Blick auf Piedrahita und
die Sierra
Infrastruktur: nada
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7. - 8. Juni 2005: Nordwärts
(von Piedrahita an die Nordküste bei Gijon)
Durch Kastilien-Leon und Kantabrien an die Küste
Asturiens
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Unser
Weg führt zuerst nach Avila. Im Norden dieser Stadt liegt der Stausee las
Cogotas, wo wir uns für die Nacht hinstellen. Zum Baden lädt er aber nicht
ein, er ist trübe und schaut schlammig aus. Wir sitzen lange draussen und
geniessen die ausserordentliche Wärme und Ruhe. Die Guardia Civil taucht auf.
Sie fahren zu den Fischern und checken die Ausweise. Dann kommen sie zu uns!?
Sie erklären, dass das hier Naturzone ist und campieren an sich verboten. Doch
für eine Nacht dürfen wir bleiben, supi!
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Wir nehmen die Autobahn, um möglichst Kilometer hinter uns zu bringen. Das Land
von Kastilien-Leon ist weit! Wir durchqueren riesige Flächen mit hochstehendem
goldenen Korn
und die Gehöfte sind ebenfalls entsprechend gross. Es hat viele Abschnitte mit
Pappelwälder, ähnlich wie man sie in der Poebene Italiens sieht. Einer davon
liefert den willkommenen Schatten für unsere Mittagsrast.
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Castrejon de la Pena ist eigentlich ein Fluggebiet. Der Wind passt aber nicht.
Faszinierend ist das Dorf aber allemal. Hier im nördlichen Teil von Kastilien
fängt ein neuer Häuserstil an, der mir sehr gut gefällt.
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Grobe Granitblöcke werden vor allem um Türen und Fenster eingesetzt und geben
dem Stil etwas wuchtiges, aber auch solides. Auf alle Fälle spricht es mich
sehr an.
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Kurz
nach Cervera de Pisuerga machen wir einen Badehalt an einem Stausee. Da es aber
unmöglich ist, an dessen Rand zu campieren fahren wir anschliessend noch ein
Stück weiter und finden bald einen zauberhaft schönen Platz mit Bach.
Ein Teil der Berge ist hier regelrecht violett vor lauter blühendem
Erika.
Eine kleine Holzbrücke führt über den Bach und auf die andere Seite, ...
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...wo
das Gras schon hoch steht.
Hier an diesem Flecken ist alles so zauberhaft, dass ein jedes Detail, sei es
Stein oder Busch zu besonderer Schönheit wird.
Am anderen Morgen kommt schon wieder die Guardia und erklärt auch das hier als
Naturzone, wo das Campieren verboten ist. Wir versprechen, dass wir in einer
Stunde eh weg sind. Puh, aber wie sollen wir das auch wissen, kein Schild weit
und breit und auf der Karte ist das Gebiet auch nicht als Naturpark
eingezeichnet!
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Zorro nimmt die Strapazen der langen Fahrt geduldig auf sich. Meist schläft er
zusammengerollt in seinem Körbchen, welches zwischen unseren Sitzen eingeklemmt
ist. Vielfach streckt er aber auch alle Viere in die Höhe und macht auf
Lustmolch.
Unsere Pausen gelten also nicht nur uns selbst sondern auch ihm. Was er am
wenigsten mag, ist schnelles Fahren. Sobald wir über die 80er Grenze gehen,
traut er der Sache nicht mehr so ganz und schaut uns immer wieder anklagend
an!
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In
herrlichem Juniwetter liegen die schneeweisen Spitzen der Picos de Europa (der
Höchste ist 2648m) vor uns. Vor zwei Jahren erlebten wir sie, ebenfalls bei
schönem Wetter, während einer Wanderung durch deren Gebirge. Auch das Panorama
aus der Distanz ist sehr beeindruckend.
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Nach der Passhöhe geht es stetig bergab. Der Stausee, den wir passieren, schaut
recht leer aus.
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Man sieht die toten Bäume, die unter Wasser abgestorben sind. Sogar
Häuserruinen entdecke ich.
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Auf der anderen Seite des Stausees führt eine enge und kurvenreiche Passtrasse
hinunter Richtung Tal und weiter Richtung Meer. Wir sind schon sehr gespannt auf
die Nordküste Spaniens.
Westlich von Llanes liegt ein Küstensoaringgebiet, von welchem uns Leute
geschrieben haben, die hier waren. Es muss grün, grün, grün sein! Am Grün
einer Gegend erkennt man, wie oft es da regnet! Wir haben aber noch schönstes
Wetter und hoffen auf Beständigkeit.
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Stellplatz am Stausee von Avila: von Avila auf der N403
Richtung Valladolid, nach ca. 10km kommt ein Abzweiger, der erst rechts und dann
über die Strasse links zum See hinunter führt - Sand
Klima und Umgebung: sehr ruhig, nicht super Badewasser, Naturzone! (man lässt
aber eine Nacht gewähren)
Infrastruktur: nada
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Stellplatz nach Cervera (ca. 40km nordöstlich von Guardo):
weiter Richtung Pass, kurz vor Arenos führt eine kurze Piste rechts hinunter
zum Bach - Kies, Wiese
Klima und Umgebung: sehr ruhig, Wandern, Naturzone! (man lässt aber eine Nacht
gewähren)
Infrastruktur: nada
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9. - 12. Juni 2005: Llanes,
Praia Torimbia (ca. 100km O v. Gijon, Asturien)
Soaren und Baden an der grünen Küste Asturiens
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Die
Praia Torimbia ist dank dem Beschrieb von eben diesem Paar, welches, ich glaube
im letzten Jahr, hier war, schnell gefunden. Wir fahren an einem Lagunenfluss
vorbei, in welchem eine Kirche steht. Es herrscht Ebbe und die Kirche steht im
moosigen Grün des fast leeren Flusses.
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Wenn
wir nicht auf einem Foto gesehen hätten, dass auf dem dortigen Stellplatz Womos
standen, so hätten wir wohl vorher umgedreht. Der Weg führt durch kleine
Dörfer mit engsten und steilen Gassen! Die Häuser sind teilweise wunderschön.
Vor allem die verglasten Holzbalkone bzw. Erker haben es mir angetan. Auch hier
sieht man die mit grossen Granitblöcken eingefassten Türen und Fenster.
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Die
Pracht der beiden Buchten, die man vom Stellplatz bzw. Parkplatz aus sieht, ist
fast unschlagbar! Hier grenzen hohe Berge mit grünster, üppigster Vegetation an blaues Meer,
weissen Strand und zerfurchter Küste. Einmalig schön! Uns erzählt später
jemand, dass dieses Zusammentreffen so verschiedener Topologien schon
ungewöhnlich ist und gerade diese Ecke Asturiens eine der schönsten überhaupt!
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Die
Praia Torimbia ist ein Nudistenstrand und wir geniessen es, wie viele andere
auch, nackt zu "sünnelen" und spazieren zu gehen. Leider bläst der
Wind ziemlich heftig. Die Windmuschel, die wir mal im Lidl gekauft haben, hält
den starken Wind aus und nützt zwar schon, lässt aber trotzdem Leesand ins Innere.
Es windet eben zu stark.
Von unserem Stellplatz aus geniessen wir den Sonnenuntergang um zehn Uhr abends.
Bald ist der Höchststand erreicht und es geht wieder abwärts...
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Auf
einem ausgiebigem Spaziergang entdecken wir die nähere Umgebung. Das Meer ist
superklar und sieht "anmächelig" aus. Es müsste aber mindestens 2°
mehr Wärme haben, um darin baden zu können.
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Schafe
weiden auf den äussersten Klippen und blöken uns ziemlich beunruhigt an, als
wir mit Zorro an ihnen vorbei spazieren.
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Immer
wieder fasziniert mich Gegenlicht! Die Sonne
zaubert Lichterflecken auf's Meer und alles reduziert sich auf einen
geheimnisvollen Umriss.
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Das ist die Praia Torimbia in ihrer ganzen Grösse. An dieser Kante könnte geil
gesoart werden, vorausgesetzt der Wind stimmt... Bei einem schlichten Gleitflug
bzw. wenn man absäuft, erwartet einen ein recht anstrengender Aufstieg. Der
Startplatz ist im Bild unterhalb der Antennen zu erkennen.
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Wir
gehen jeden Tag mindestens einmal an den Strand hinunter, um in der Sonne zu
liegen, dem Strand entlang zu laufen und gegen Ende unseres Aufenthaltes hier
sogar zu schwimmen. Mit der Zeit gewöhnt man sich an die Eiseskälte und das
Wasser wirkt an sich sehr einladend.
Hier hat es viele junge Leute. Irgendwie ist es nicht das gewohnte Bild von
einem Nudistenstrand, das man hat. Fast keine bleichen und fetten Leute. Alles
"buspere" junge Spanier, äh, und Spanierinnen!
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Playa
Nudista! Sogar die Möwe findet's spannend!
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Am
Sonntag endlich, nach drei Tagen, hat der Wind gedreht. Ich geh Dominik wecken.
Gleich nach dem Frühstück zieht er los und fliegt an diesem Tag drei Mal etwa
je eine halbe Stunde. Leider ist das hier keine schöne ruhige Meeresbrise,
sondern Meteowind mit Thermik, also relativ anstrengend.
Wir erfahren später, dass der nötige Nordwest bzw. Nordwind hier eher selten
bläst. Die vorgelagerten Felsen lassen auch nicht unbedingt seelenruhiges
Soaren zu.
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Gleich
nach Dominik kommt noch einer an den Startplatz. Doch als dieser aufgezogen hat,
lässt er den Schirm wieder runter und untersucht die Leinen. Dominik landet bei
ihm rein. Der andere hat seine Leinen repariert oder gewisse ersetzt und mit den
neuen stimmt jetzt was nicht. Dominik leiht ihm den Astral und der Typ ist
richtig glücklich, doch noch fliegen zu können.
Die Praia Torimbia besticht vor allem durch ihre Schönheit. Es kommen täglich
Touristen hierher, nur um sie von oben her zu bestaunen!
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Morgen, Montag, heisst es aufbrechen. Wir haben fast kein Trinkwasser mehr und
ernähren uns aus den Büchsen. Auch das Frischwasser ist bald alle. Es gibt
aber noch mehr Startplätze entlang der Nordküste. Mal schauen. Den einen bei San
Sebastian könnte man sich antun, weil er auch grad so schön als Etappenpunkt
dient. Spanien ade, es geht langsam vorbei, die lange und schöne Zeit, die wir
hier auf der Iberischen hatten. Schon hier in Asturien erwartete uns eine erste
Einstimmung auf die gemässigteren Klimazonen. Nebst der meeresnahen Flora wächst
viel uns heimisch anmutendes.
Ich freue mich auf Zuhause. Freue mich auf Kaffee und Kuchen bei Mama, kann es
kaum erwarten, sie und meinen Daddy zu umarmen, freue mich überhaupt auf meine
Familie, vor allem auf jene, der jüngsten Generation und natürlich auf meine
Freunde und ich bin neugierig auf den Zugersee (wie wenn der sich verändern
würde!).
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Stellplatz Praia Torimbia: Von der N634 ins Dorf Llanes,
weiter Richtung Barro und Niembro. In Niembro ist die Praia Torimbia
ausgeschildert - Kiesparkplatz auf einem Sattel
Klima und Umgebung: Relativ stark frequentierter Parkplatz, in der Nacht aber
schön ruhig und mit phantastischem Blick links und rechts über die Küste,
schöne Spaziergänge möglich, Küstensoaring
Infrastruktur: nada, Wasser am Fluss vor der Lagunenkirche
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13. - 17. Juni 2005: durch
Frankreich in die Schweiz (von Bayonne über
Toulouse und Millau nach Lyon)
Fliegen in Millau
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Das
Wetter passt hervorragend zum Reisen. Es ist verhangen, der Himmel grau. Unsere
soeben leer gewordene portugiesische Repsol-Flasche können wir in Llanes ohne
Probleme oder Rückfragen umtauschen. Es scheint bei Repsol zwischen Spanien und
Portugal ein Austauschsystem zu geben, was natürlich sehr praktisch für
unsereins ist!
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Llanes
wäre eine Besichtigung wert. Jede Menge Häuser aus der Jahrhundertwende stehen
in diesem Dorf. Viele renoviert, einige ungenutzt, aber dennoch von mich
faszinierender Schönheit.
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Kaum
auf französischem Boden fängt es an zu regnen. Aber gegen den späteren
Nachmittag hellt sich der Himmel wieder auf. Auf dem Weg von Bayonne nach
Toulouse fahren wir auf endlosen, teils schnurgeraden Strecken, die von Bäumen
gesäumt sind. Für mich ein typisches Bild von französischen
Landstrassen.
Wir übernachten in einem kleinen Dorf. Zum Frühstück holt Dominik in der
nahen Bäckerei französische Croissants! Könnt ihr euch vorstellen, dass die
uns, nach acht Monaten "Enthaltsamkeit" "megaguät"
schmecken?? ;-)).
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Im
Dezember 2004 wurde in Millau das Viadukt für die Autobahn fertiggestellt. Ein
Megading, welches das Tal, in dem Millau liegt, überspannt. 2460m lang, an der höchsten
bzw. tiefsten Stelle 245m. Sieben Pfeiler, zwischen jedem 342m Abstand. Erstaunlich
ist, dass dieser Riese extrem leicht ausschaut.
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Von
unserem Stellplatz beim Landeplatz unterhalb der Hochebene Brunas verfolgen wir
den Sonnenuntergang hinter dem Viadukt.
In der Nacht werden die Pfeiler sanft und eine Art indirekt, da sie zweigeteilt
sind, beleuchtet. Sie schauen wirklich wunderschön aus. Wie Engel, die über
das Land wachen. Wenn ein Auto über die Brücke fährt, schaut es aus, als ob
es von Pfeiler zu Pfeiler fliegen würde.
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Wir beobachten eine der vielen Gleitschirmschulen, die am Landeplatz Aufziehübungen machen. Gerade freundlich ist der sehr junge Instruktor nicht,
als wir von ihm ein paar Informationen erfragen.
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Ein
alter Kreuzpfad führt ebenfalls hier vorbei und auf dem Hügel stehen drei steinerne
Kreuze. Im sich lichtenden Morgennebel recht faszinierend.
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Millau
ist ein hübsches Städtchen. Wir erledigen unsere elektronische Post und suchen
dann den Weg zum anderen Startplatz.
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Fliegen über Millau, das gigantische Viadukt vor Augen!
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Nachdem
Dominik gelandet ist, hole ich ihn ab und wir fahren an den Startplatz Brunas.
Es windet stark. Trotzdem fliegen einige, sogar Tandem, die sich solche
Verhältnisse offenbar gewohnt sind. Sie landen sogar oben wieder rein, was
recht gut geht, da es hinter dem Startplatz gleichmässig flach
weiterverläuft.
Der Platz, den Dominik von seinem letzten Besuch im Kopf hat ist schon von
Franzosen "besetzt". Wir stellen uns dazu, sind dann aber ein wenig
irritiert, als wir den Rottweiler erblicken, der unangeleint den Bus seines
Herrchens bewacht. Zu allem übel ist es auch noch eine Hündin! Und prompt
packt sie Zorro einmal. Zwar nicht heftig, aber doch so, dass wir, oder
zumindest ich, nicht mehr entspannt sein können.
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Wir
machen uns auf zur letzten Etappe unserer Heimreise. Der Weg durch die Schlucht
des Tarn ist zwar langwierig, aber schön. Einsame Häuser stehen ab und zu auf
der anderen Flussseite - spektakulär auf herausragenden Felsen gebaut.
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Die
Tarn schlängelt sich über etliche Kilometer durch einen schönen Canyon, der
auch sehr viele Touristen anlockt.
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Unsere "Winterflucht" beenden wir am 17. Juni 2005 mit einem Bad im
Murtensee und anschliessender Übernachtung an der Aare in der Nähe von
Grenchen.
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Bis baald....
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Chronologisch geht's hier weiter:
Reisebericht Italien 2005
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