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Südküste 2007/3

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Reisebericht Tunesien 2007-3

Zurück an die Südküste

 

4. - 5. Januar 2007: Tamezret - Matmata
Höhlenwohnungen und wilde Landschaft
Nun, bevor wir an die Küste kommen, gilt es eine ca. 80km lange Strecke zu bewältigen, die unsere Womos auf's Ärgste fordert. Diese Asphaltpiste ist zwar noch jung - im Jahre 1998 erbaut - aber der grobe und rissige Belag schüttelt unsere und jene Innereien unserer Womos dermassen durch, dass man Angst um jede lockere Schraube haben muss. Hinzu kommt, dass die Wüste hier recht öde ist und über die ganze Distanz kaum Abwechslung für's Auge bietet.

In Tamezret ändert sich das fast schlagartig.
Leider bläst ein bitterkalter Wind. Wir verzichten auf einen Spazier und sorgen uns lieber um unseren Stellplatz für die nächste Nacht.
In Tamezret fängt die Landschaft an, sich quasi zu falten. Aus Ebene wird Wellental. Aus Wellental erodierte Hügel und daraus kantige Berge, ebenso erodiert. Hier wächst kein Baum und noch immer recht wenig Grün, sodass das poröse Gestein überall bröckelt und tiefe Furchen entstehen. Fruchtbarer Boden findet sich allerdings in den Ebenen, die teilweise sogar terrassiert werden, um möglichst viel von der wertvollen Erde behalten zu können.

Unser Stellplatz wäre nicht übel. Aber der Wind bläst dermassen heftig und kalt, dass man es draussen kaum lange aushält. 
So sieht das aus, wenn kaum mehr ein Baum die Erde zusammen hält.
Der Blick von einem nahegelegenen Hügel auf das Tal, in welchem wir eine ruhige und nette Stelle zum Übernachten gefunden haben. Wäre das Wetter milder, es wäre ein Traumplatz zum länger stehen. Darum hier die Koordinaten: 33° 33' 59,16" N - 9° 55' 11,57" O
Bei der Abfahrt entdecke ich diese erste Höhlenwohnung, die charakteristisch für diese Gegend ist. Irgendwo aus dem Boden oberhalb der Wohnung schaut eine Antenne raus...  
Auch diese Viecher leben hier. Ebenfalls in Höhlen. Sie haben etwa die Grösse von Meerschweinchen, sehen aber eher wie Murmeltiere aus. Erdhörnchen? Auf alle Fälle muss es massig davon haben, denn man sieht hier überall entsprechende Erdlöcher.
Fruchtbare Geländemulden.
Wenn man von Matmata aus Richtung Gabes fährt sieht man diese Aufforstungsversuche. Es sind Föhren, die hier in ferner Zukunft hoffentlich für fruchtbareren Boden sorgen.
In Matmata ist es arg touristisch. Wir beschliessen, uns wenigstens ein Hotel, nämlich das Hotel Mahala, anzuschauen. Matmata ist berühmt für seine Höhlenwohnungen (Troglodyten). Die meisten dieser Erdbehausungen sind nach dem Grundriss eines kreisförmigen Brunnens mit ca. 10m Durchmesser angelegt. Von diesem unterirdischen Innenhof gehen verschiedene Räume ab: Küche, Schlafzimmer usw. Bei einem Hotel natürlich auch WC, Rezeption, Bar usw.  
Wir sind gerade kurz vor der Mittagszeit hier und das ist gut so. Denn ansonsten würden wir hier von essenden Touristen umzingelt sein!
Eine Übernachtung hier ist billig! Ca. 11 Dinar mit Frühstück. Sogar noch günstiger als eine Jugendherberge in der Schweiz. Und das Raumklima ist wirklich gut. Ich frage mich allerdings, ob dies so bleibt, wenn fünf oder mehr Personen in so einem Raum ohne Fenster schlafen...
Diese Höhlenwohnung wird wirklich noch bewohnt. Die meisten wohnen mittlerweile oberhalb und zeigen ihre früheren Wohnungen den Touristen. Wir meinen, es sind wohl die Ärmsten hier, die sich noch kein neues Haus "über der Erde" leisten können. Dieser Besitz umfasst eine Handvoll Geissen, einen Esel, einen Hund und ein paar Hühner. Eines ist sicher: das Klima in diesen "Mulden" ist angenehm. Kein kalter Wind, Schatten oder Sonne je nach Bedarf, und in den heissen Sommern ist es in den Höhlenwohnungen angenehm kühl.
6. - 15. Januar 2007: Djerba
Ferien auf der Insel
Wir stellen uns in die Kolonne vor dem Kassenhäuschen für die Fähre rüber auf Djerba. Auf der Gegenseite sehe ich gerade noch diese originelle Fracht von Bord gehen. Nicht dass es sowas selten zu sehen gibt, aber meist kommen sie einem während der eigenen Fahrt entgegen und dann geht eben Fotografieren recht schlecht.
Eine kurze Fährenfahrt bringt uns für 3 Dinar auf die Halbinsel Djerba. Wir freuen uns, endlich wieder einmal Meer zu sehen und zu riechen, und sind gespannt, was diese Ferieninsel uns beschert.

Wir haben es gerade noch als Letzte auf diese Fähre geschafft. Sie ist ansonsten voll mit Offroadern, die mit ihren Touristen aus der Bergen zurückkehren.
Gleich im ersten Dorf, in Adijm biegen wir links ab. Eine festgefahrene Piste führt direkt am Meer entlang. Das Land hier ist an sich öde, ein paar wenige jämmerliche Palmen stehen verlassen da und der Boden ist sich hier selbst bzw. dem Meer überlassen. Es ist kein Problem, hier einen Platz zu finden, wo man ungestört stehen bleiben kann. 
Wir geniessen den Blick auf's Meer und die untergehende Sonne. Sie verschwindet um halb sechs hinter dem Horizont. Der noch immer fast volle Mond geht zwei Stunden später genau auf der gegenüberliegenden Seite auf.
Die Küste hier ist, wenn schon, im Mikrokosmos sehenswert. Die Ebbe hat die flache Zone freigegeben und ich fotografiere diese Muscheln und Co. am frühen Morgen. Ich liebe es immer wieder auf's Neue unbekannte Ecken und Flecken zu erkunden. Meist gehe ich nicht sehr weit. Fast immer reichen wenige Meter aus, um Entdeckungen zu machen. 
 
 
Der Spritfilter bei H&R Womo ist total verschlammt. Auf den letzten Kilometern konnten sie gestern nur noch halbe Touren fahren. Heute wird er gereinigt und wieder eingesetzt.
Ein paar wenige Menschen sind auf der Suche nach Muscheln.

Gegen Mittag, nach ausgiebiger Dusche, Telefonschwatz und Putzarbeiten brechen wir auf, um der Piste weiter dem Meer entlang zu folgen. Irgendwann wird es uns zu bunt. Immer mehr Schlammlöcher veranlassen uns zu holprigen Umfahrungen. Die nächste, die rechts weg zurück zur Hauptstrasse führt nehmen wir und werden nochmals arg durchgeschaukelt. Irgendwie hab ich mir Djerba anders vorgestellt ;-))
So, Houmt Souk ist die Hauptstadt der Insel Djerba. Wir fahren zur Festung, welche in der Nähe des Hafens steht und gehen von dort aus die nähere Umgebung, vor allem den Hafen, auskundschaften.
Diese verrückten Holzfregatten werden für touristische Zwecke eingesetzt. Wir sehen, bzw. hören vor allem, wie gerade eines zurückkehrt, die Musik laut aufgedreht! Und dafür wollen sie 40 Dinar!?

Eines steht schon nach kürzester Zeit fest, Djerba ist teuer!
Die Tontöpfe werden zum Pulpo-Fangen eingesetzt. Die armen dummen Dinger meinen, es lasse sich behaglich darin hausen!
Entweder hatten die eine besonders feuchte Nacht oder die Sonne scheint die Männer zu einer "Frühlingsputzete" verlockt zu haben!  Ich tippe eher auf ersteres!
Der Souk und die Medina von Houmt Souk ist an sich hübsch angelegt. Immer wieder öffnen sich grössere Plätze, wo man in Cafés sitzen und dem Treiben zuschauen kann. Auch gibt es hin und wieder Läden mit Fixpreisen, in denen man schön "rumschnüffeln" kann. Wie gesagt sind die Preise hier aber dermassen hoch, dass es einem die Lust nehmen kann.

Für einen Bastteppich, für den H&R in Hergla 2 Dinar bezahlt hatten, wollten sie hier 20 Dinar! Wir haben nur gelacht und sind weiter gelaufen. Irgendwann, am Ende unserer Tour sah ich einen kleinen Laden in einer Nebengasse, der offensichtlich für die Einheimischen war. Hier erstand ich solch einen Teppich für 2.50 Dinar. Was sind wir Touristen doch manchmal blöd!

Für's Abendessen kauf ich mir zwei Briks. Das sind Teigtaschen, welche mit einem rohen Ei und Gewürzen gefüllt werden und dann frittiert. Das Ei wird hart und es schmeckt lecker. Zwei Stück für 1 Dinar und ich hab zu Abend gegessen. So gesehen ist das Leben doch nicht teuer! :-))
Wir stellen uns für die Nacht hinter die Festung, direkt an's Meer. Der Blick während der Dämmerung zum Hafen ist schön und vermittelt eine ruhige und friedliche Stimmung.
An dieser Ecke bleiben wir für eine weitere Nacht. Es ist praktisch. Von hier erreichen wir den Markt zu Fuss und auch der Internet-Point ist nicht allzu weit weg. Der Upload der Homepage erweist sich aber als langwierig. Das Rundschreiben kann ich überhaupt nicht abschicken, weil es unmöglich ist, mehrere Adressen zu  kopieren. Nun denn, vielleicht klappt es beim nächsten Mal. Von Rainer habe ich eine kleine Software erhalten, mit der ich den nächsten Versand von meinem PC aus vorbereiten kann und dann beim nächsten Besuch in einem Internet-Point die Mails direkt ab dem Stick ins Netz jagen kann. Wir werden sehen, wie gut es klappt. 
Zur Zeit habe ich echte Batterieprobleme. Es scheint, mein PC frisst mehr als erlaubt. Und da der Sonnenstand halt wirklich noch nicht sehr hoch ist, wird die Ladebatterie nur knapp gefüllt. Ich tanze also permanent am unteren Rande der Batterie-Kapazität herum, was ganz schön mühsam ist. Meine PC-Arbeit werde ich, solange die Sonne nicht länger und höher am Himmel steht, ein wenig einschränken müssen. Vielleicht erteile ich mir sogar einmal PC-Urlaub? Zur Zeit hängen wir nämlich eh nur herum und geniessen das Dolce-Far-Niente, das in der Sonne sitzen, Spazieren und einfach Sein. Also nichts, über das sich viel erzählen liesse.
Diesen Widehopf (so glaube ich) entdecke ich auf der Festungsmauer. Später sehe ich diese Vogelart noch ab und zu. Sein aussergewöhnlicher Rufton verrät ihn schnell.
Als heute Morgen früh die kleinen Segelschiffe auslaufen, verfliesst gerade der Horizont mit Himmel und Wasser. Die Boote scheinen durch die Luft zu segeln.
H&R sind so nett und korrigieren mir meine Reiseberichte. Da ich derart im Rückstand bin, heisst es diesmal etwa volle 30 A4 Seiten durchzulesen! Solltet ihr also noch irgendwelche rechtschreiberische Fehler in diesen Texten finden, so wendet euch bitte direkt an meine Redaktion ;-)

Zu bemängeln gibt es jeweils genügend. Schweizerisches Umgangsdeutsch hält dem kritischen Verstand und der genauen deutschen Korrektheit und somit dem Rotstift (fast) nicht stand!  Auf ein paar schweizerische Eigenheiten bestehe ich nämlich. Auch mag ich meine ureigenen Wortkreationen. Da ich keinem kommerziellen Guru zu Füssen liegen muss, erlaube ich mir diese spassmachenden Freiheiten.
Halawa aux amandes! Jammi! Mega gefährlich gut! Eine Süssspeise, die hauptsächlich aus Sesampaste und Zucker besteht. Ähnlich dem türkischen Honig, nur ist es eher weich und pulvrig.
Die Händler in Houmt Souk sind ganz schön närrisch. Oder wenigstens ihre Preisvorstellungen! Da ich von Douz her die Preise kenne, bin ich nicht mehr gewillt, überteuerte Ware zu kaufen. Die Händler hier sind es aber offenbar gewohnt, sehr hoch einzusteigen und lassen nicht mehr gross herunter handeln. Na ja, ich kann warten, bis ich wieder in Hammamet bin. Dort gibt es ebenfalls einen grossen Markt für Töpferwaren und der ist bestimmt nicht so teuer wie hier!
In Houmt Souk entdecken wir eine ehemalige Karawanserei. Früher die Herbergen für durchreisende Karawanen samt Tieren und Gepäck, sind es heute originelle Hotels.
Auf diesen Innenhof führen alle Zimmer. Die Atmosphäre zeugt von der Ruhe und der Sicherheit, die wohl schon früher sehr beliebt war und geschätzt wurde.
Der eine Teil des Marktes umfasst einen riesigen Platz, auf dem es nur gebrauchte Kleidung gibt! Es herrscht eine ähnliche Stimmung wie beim Ausverkauf in der Schweiz.
Von Houmt Souk aus führt eine "Route Touristique" der nordöstlichen Küste entlang. Hier steht Hotel an Hotel. Club Med gibt es gleich zwei hier! Wir finden aber doch noch eine Ecke, wo gebaut wird und die darum noch zugänglich ist.  
Es ist zwar nicht der Traumplatz, aber ok. Der Sonnenaufgang und das damit verbundene Prachtwetter macht es uns leicht, mit anderen Dingen Kompromisse einzugehen.
Henny und ich fahren mit meinem Womo los, um einzukaufen und uns für einen anderen Stellplatz umzusehen. An der Ostküste, kurz nach den diversen Club Med finden wir einen guten Platz.

Hier ist der Verkehrslärm genug weit weg. Wir haben Sonne von morgens bis abends. Stehen direkt am Wasser und zudem vom Nordwind geschützt. Einkaufen können wir zu Fuss oder mit dem Fahrrad.

Vom nahegelegenen Hotel promenieren zwar zu gewissen Zeiten recht viele Rentner, doch die stören uns nicht sehr. Sie laufen ja auch hinten rum.

Die Einheimischen sind recht zurückhaltend und Zorro, der mittlerweile unser Womo-Revier gut bewacht hält gar zu freche Jungs auf Abstand. 
Das Bild oben und links habe ich bei Sonnenaufgang gemacht. An sich sind die Farben bei Sonnenuntergang viel spektakulärer. Aber ich meine, dass die besondere Stimmung, die Ruhe und die Frische auf diesen Bildern gut sichtbar wird.
Dieser Marabout steht ganz in der Nähe. Wenn man bedenkt, das dies eine Grabstätte ist!

 
Wir haben wundervolles Wetter! Am Tag ist es so warm, dass man im Bikini rumlatschen könnte! Wir müssen aufpassen, dass wir uns nicht unseren ersten Sonnenbrand holen!

Im nahegelegenen Hotel Golf Beach gehen wir mittags, wenn die französischen Rentner alle am Essen sind, im internen Swimmingpool baden.

Schwimmen macht Kohldampf!
Herrlich! Tunesien verwöhnt uns einfach auf wunderbare Art und Weise! Ich glaube, es herrscht zur Zeit in ganz Europa und auch im nördlichen Afrika ein ausserordentliches Temperaturhoch. Ich frage mich, wie ein durchschnittlicher Winter hier so ist. Ein Deutscher erzählte uns zwar, dass es kalt gewesen sei die letzten Tage (!!), aber ich kann irgendwie nicht glauben, dass es immer so warm sein soll, wie es gerade ist.

Jeden Abend sitzen wir draussen, schauen zu, wie die Sonne hinter den Palmen verschwindet und wie das Licht über dem Meer und das Wasser selbst sich in diverse blau-violette Töne verwandelt.
Bei der Pferderanch, die hinter dem Hotel liegt, soll es eine hungrige Hündin mit Jungen geben, so erzählt uns Doris, eine Berlinerin, die ihren Hund vor sieben Jahren von hier mit nach Hause nahm.

Henny und ich gehen uns die Kleinen anschauen und müssen leider bestätigt finden, dass die Mutter beinmager ist. Dabei bräuchte sie gerade in dieser Zeit richtig gut Futter.

Auf dem Heimweg kaufen wir gleich Thunfisch und Eier ein. Am Nachmittag gehen wir nochmals vorbei und füttern Mama Hund. 
Die kleine Braune mit der Brille hat es mir angetan. Bei einem späteren Besuch (ich gehe die Hündin jeden Tag füttern), kann ich sie hochnehmen und der Mutter sogar an die Zitzen legen. Anschliessend habe ich den Eindruck, dass die Kleine am liebsten noch mehr von mir will.... !!! So, jetzt hat es mich erwischt! Frisch verliebt! In Gedanken hab ich ihr schon einen Namen gegeben: Lunette! Aber wie soll ich es anstellen, sie ohne Schwierigkeiten durch den Zoll zu bringen? In den nächsten Tagen überlege ich mir so einige Varianten, verwerfe den ganzen Plan wieder, kehre aber immer wieder zurück zu dieser blödsinnigen Idee, mir einen Zweithund dazu zu tun. Die Tatsache, dass er ausgerechnet aus einem Land mit urbaner Tollwut kommt, macht den Schmuggel nicht gerade einfacher! Doch die tunesischen Hunde haben es mir angetan. Wie damals schon die marokkanischen. Sie haben einen sehr ausgeglichenen, und doch sensiblen Charakter; sind anpassungsfähig und zu allem sehr schön gebaut.
Dieser Piepmatz, der wie ein Dieb aussieht, ist gar nicht scheu. Sein Pfeifton ist eintönig, aber markant.
Die Schwanzfeder reicht übrigens fast bis zur unteren rechten Bildecke!

So, hier an diesem Flecken waren wir fünf Tage. Uns juckt es wieder einmal. Wir wollen weiter. Haben genug von der Rentner-Promenade und von den Hotelanlagen links und rechts von uns. Mal schauen, was uns Djerba sonst noch bieten kann.
Das nahegelegene Midoun ist kleiner als Houmt Souk. Hat aber fast ebensoviele Souvenir-Shops! Die Gassen sind ein wenig weiter und lassen mehr Sonnenlicht herein.

Witzige Wellensittich-Käfige sieht man hier. Auch diverse sehr afrikanisch anmutende Handwerksarbeiten sind hier zu finden.

Wir verpflegen uns in einem Schnellimbiss mit einer Art Kebab mit Pommes.

Im Markt kaufen wir frisches Gemüse ein. Ein Truthahnfilet, welches wir morgen zubereiten werden, findet auch den Weg in unsere Einkaufstaschen.  
Kurz bevor der Damm anfängt, der Djerba mit dem Festland verbindet, finden wir linkerhand einen Stellplatz für die Nacht. Die Strasse hört man zwar von hier aus, dafür gibt es hier keine Hotels, keine Rentner und keinen Sophian, der mich an unserem letzten Platz partout umschwärmen wollte. Meine klaren Aussagen, dass er es vergessen solle, machten ihm nicht viel Eindruck. Hartnäckig wie nur was!

Eine kleine Familie Flamingos lässt sich durch meine ufernahe Pirsch nicht stören.
Le Monsieur! Rainer mit kritischem Blick in die Abendsonne. Er sagt, er will wieder zurück! Zum alten Platz, zu den Rentnern. Na ja, das Womoleben ist ein hartes Leben. Kein Stellplatz ist perfekt! An jedem findet das kritisch paradiessuchende Herz etwas auszusetzen.
Henny telefoniert mit Kathy, einer australischen Freundin, die zur Zeit auf dem Canal du Midi überwintert.

 
Als ich am anderen Morgen aufstehe, traue ich meinen Augen erst nicht recht! Nebel? Hier? Es scheint, der flache See, der sich zwischen Djerba und dem Festland ausbreitet gibt entsprechend Feuchtigkeit ab. Der Nebel löst sich aber sehr schnell auf. Und bis dahin ist es zur Abwechslung mal richtig witzig, wie die Landschaft und vor allem auch die Fischerboote, die schon früh unterwegs sind, aus dem Nebel auftauchen.
Auch dieses an sich langweilige Spinnennetz erhält einen neuartigen Zauber!
Ich gehe noch einmal die Flamingos besuchen, die heute morgen munterer sind und schon fleissig am Fressen. Sie lassen sich durch mich nicht gross beirren. Sie vergrössern einfach entsprechend den Abstand zu mir, indem sie ein wenig weiter rauswaten. Ein heisseres Krächzen warnt die Artgenossen vor meiner Anwesenheit. 
Bevor wir Djerba südwärts verlassen, besuchen wir die Töpferstadt Guellala. Auf dem Weg dorthin fahren wir an dieser originellen Töpferei vorbei.
Wir schauen uns einige Töpferauslagen an. Das heisst, in Wirklichkeit kommt man nicht darum herum. Denn das Dorf ist links und rechts voller Töpferwaren. Auf dem grossen Markplatz sinken wir ermüdet in Plastikstühle und erholen uns bei frisch gepresstem Orangensaft von den bunten Tellern und Schüsseln und den unvermeidbaren Lobpreisungen der Verkäufer.
16. - 22. Januar 2007: Hassi Djerbi - Sangho - Zarzis - Sidi Ahmed Chaouch - Ben Guerdane
Strandurlaub - Sommerwärme
Wir haben Sonne und Strand geleckt! Auf Djerba, so wissen wir nun, ist die schönste Stelle um eben dies zu geniessen, genau dort, wo wir waren. Etwas besseres lässt sich nicht finden.

Vielleicht findet sich ja an der Nordküste bei Zarzis etwas ähnliches? Hotels hat es hier auch. Und dies ist meist ein untrügliches Zeichen für Sandstrand und Strassen, die dahin führen.

Etwa 12km vor Zarzis, beim Dorf Hassi Djerbi befindet sich eine kleine, leicht erhöhte und felsige Landzunge. Ein Marabout steht hier und ein kleines Fischerhaus. Von der Landstrasse schaut es wunderschön aus. Ob wir dahin kommen? Wir fahren eine steile Schotterpiste runter, über Sandwege und wieder über eine Schotterstrasse rauf auf dieses Plateau. Es ist hier zwar ein wenig windiger, aber da das Wetter es dermassen gut mit uns meint, beschliessen wir, auf diesem originellen Platz mit prima Aussicht mal mindestens für ein zwei Nächte zu bleiben. 
Ein paar wenige bunte Fischerboote liegen im kleinen natürlichen Hafen. Es herrscht hier eine nette untriebsarme Stimmung.
Auch hier finden sich massenhaft solche Tontöpfe zwecks Pulpofang. Sie sehen aber aus, als ob sie schon lange nicht mehr im Einsatz waren. Ich habe den Eindruck, dass die Fischer den Pulpofang mit Tauchen erledigen.
Dieser kleine Junge begleitet mich auf meiner Fotosafari. Er redet nicht mit mir, folgt seiner Mama keinen Dreck, hat vor Zorro keine Angst und erstaunt mich überhaupt. Irgendwie scheu und doch ohne Angst.

Einige Fischer kommen jeden Morgen her, um sich ihrem Job zu widmen. Sie grüssen uns freundlich, bleiben aber auf Distanz. Es ist angenehm.
Die jungen Kerle, die in der Nähe der Hotels alle anquatschen, auf die immer gleiche Art und Weise sind weniger gemütlich. Sie sehen in den Touristen eine Möglichkeit, Geld zu verdienen. Sie bieten ihre Dienste an, sei es als Führer, als Informant, als Helfer oder als Geliebter. Dass dem so ist, hat wohl damit zu tun, dass sie Erfolg haben. Und ihre Hartnäckigkeit scheint offensichtlich auch hin und wieder zum Ziel zu führen.  

Henny und mich hält das allerdings nicht davon ab, in einem der ausserordentlich schön hergerichteten Hotels einen frischgepressten Orangensaft zu trinken und das Ambiente zu geniessen, wie wenn wir es gebucht hätten!
Die Felsen sind festgewordener Sand. Genügend hart, um Häuser und Fahrzeuge zu tragen, genügend weich, um mit Kritzeleien verziert zu werden. Wind und Wasser modellieren an einem ewigwährenden und doch stetig sich verändernden Gestein. Es scheint, als ob sich diese Elemente verewigen wollten. Formen, die direkt an Wind und Wasser erinnern.
Es ist so herrlich warm, dass ich beschliesse, zu baden. Wenigstens kurz mal rein! Das Wasser ist klar und leuchtet einladend türkis über dem hellen sandigen Meeresgrund.  Lang dauert mein Bad nicht! Ich schätze das Wasser ist etwa 16°. Dafür prickelt es hinterher herrlich auf der Haut! Ein Champagnerbad! 
Der Mikrokosmos übt auch hier, wie überall, eine starke Faszination auf mich aus. Wenn ich so auf Fotopirsch bin, vergesse ich die Zeit und alles rings um mich herum.
 
 
 
 
 
 
 
Wir bleiben zwei Nächte und versuchen dann eine Stelle direkt am Strand zu finden. Was uns bei Sangho gelingt! Am Ende der Ferienresidenzen finden wir eine Piste, die direkt am Meer entlang führt, wenig befahren ist, und sich nicht gerade in unmittelbarer Nähe zu den Hotels befindet. Wunderbar. Wir stehen direkt am weissen Sandstrand. Bloss blöd, dass ausgerechnet heute ein kühler Nordwind bläst. Eigentlich wollte ich mein Bad von gestern wiederholen, doch unter diesen Bedingungen lockt das kalte Nass nun doch nicht.
Auch hier hat es viele Rentner, die fast alle gerne für einen Schwatz bei uns Halt machen. Hier hat es mehr Deutsche und Schweizer als auf Djerba. Aber die Mehrheit besteht immer noch aus Franzosen.
 
Ein Tunesier, der hier Appartements vermietet und mit einer Schweizerin verheiratet ist, erzählt, dass seit einiger Zeit Franzosen und Belgier "en masse" Land kaufen und sich ihr Ferienhäuschen drauf stellen lassen. Das ist hier günstig. Ein hübsches komfortables doppelstöckiges Haus mit Garten an der Küste bekommt man schon für SFr. 130'000.--!! Und die Lebenskosten sind um einiges geringer als in der südeuropäischen Heimat. Auch wenn Tunesien ein islamisches Land ist, so ist es in Sachen Religionsfreiheit doch recht modern. Insbesondere die typischen Feriendestinationen wie Djerba und Hammamet, so lese ich im Baedeker, sind hierin grosszügig. 
Der kleine Hund, den Henny und ich auf einem Spazier beobachten, hat Hunger. Mit Ach und Krach ist er in die Mülltonne gekommen und frisst sich nun mit grossem Appetit durch ein buntes Drecks-Allerlei. "Än Guätä!" Als ich ihn anspreche, knurrt er mich an! Hoppla, der denkt wohl, ich will ihm sein mühsam ergattertes Futter wegschnappen! Wir stellen fest, dass sein Daheim ein eingemauertes Terrain ist, wo ausser Müll auch Schafe hausen. Am nächsten Tag gehe ich ihn nochmals besuchen. Er ist aber weder an mir noch am Trockenfutter interessiert, welches ich ihm über die Mauer hinwerfe. Er ist schon zu arg auf die Schafe und diesen Platz fixiert.
Eine Frau setzt sich vor uns in den Sand und fängt an, aus einem frischgrünen Palmwedel etwas zu flechten.
Sie schaut ein wenig irr aus. An den Fingern trägt sie dicke Ringe. Sie schenkt mir den Wedel und ich gebe ihr was dafür. Irgendwie ist sie witzig. Wenig später trollt sie sich. Geht weiter, vermutlich zu den Touristenstränden, wohl in der Hoffnung auf noch mehr Spenden. 
Irgendwie passt uns der Platz hier auch nicht. Unzufriedenheit kommt bei uns allen auf. Der Wind ist zu ungemütlich, als dass man den Strand wirklich geniessen könnte, die Rentner gehen uns langsam aber sich auf den Geist und .... na, ja. Schwierig zu sagen, was alles genau nicht stimmt. Aber wir entschliessen uns, weiter Richtung Süden zu fahren.
Zarzis ist eine Hafenstadt. Ein paar verrückte Läden hat es hier schon! Dieses Büchsensortiment ist wirklich kunstvoll aufgeschichtet. 
Und diese pompösen Sessel mit Muschelgarnitur stehen in einem offenen Laden in einer öden Gasse. Krass!
Der Hafen überrascht mit grosser Buntheit! So viele bunte Fischerboote und "Pulpo-Häuser" auf einem Haufen!
Hier werden offenbar noch grosse Holzschiffe gezimmert! Eindrücklich! Auch hier faszinieren mich wieder die Farben!
Wir fahren durch endloses Ödland. Flach, sumpfig, mit wenigen Büschen, immer wieder viel Schrott, welcher irgendwo in der Gegend liegt, Baumüll und sonstiger Müll. Übel! Die Küste ist hier ebenso flach und sumpfig. Kein Platz für uns! Wir fahren auf die Landzunge nördlich von Ben Guerdane raus. Am Ende steht das Dorf Sidi Ahmed Chaouch. Etwa 5km vorher biegen wir links ab und finden bei einer Palme einen schönen und zudem grünen (!!) Stellplatz für die Nacht.
Es hat jede Menge dürres Holz rumliegen. Herrlich! Wir halten es den ganzen Abend am Brennen. Schön wäre es jetzt, eine Bratwurst zum Brutzeln zu haben!
Das erste Mal seit unserer Reise, dass wir ein Lagerfeuer veranstalten!
Es blüht hier überall. Unauffällig, aber von Nahem wundervoll!
Auch diese Sukkulenten werden von den Schafen und Geissen gemieden.
Solche Dinger habe ich bis jetzt noch nie gesehen. Bevor diese ca. 5cm langen Samenstände wachsen, blüht eine kleine violette unscheinbare Blume. 
Ein Spazier führt Henny und mich runter an die Küste. Zorro geniesst heute wieder einmal das Meer in vollen Zügen. Immer wieder holt er den Stock, den Henny ihm rauswirft. Als er dann müde wird, schont er sofort wieder sein linkes Hinterbein. Dieses zweitoperierte Bein braucht einfach wirklich viel mehr Zeit als das erste! Ich hoffe sehr, dass Zorro bald einmal wieder so rennen wird wie früher.
Nach dem ausgiebigen Wasservergnügen ein genussvolles Sonnenbad! Natürlich auf der neu erstandenen Bastmatte!
H&R fahren mit ihrem Womo in das nahegelegene Dorf Sidi Ahmed Chaouch., welches ganz zuäusserst an der Landzunge steht. Ich bleibe hier und warte, bis sie zurückkommen. Anschliessend stellen wir uns an die Küste runter. So ruhig und einsam standen wir noch nie am Meer! H&R sind nach einer halben Stunde schon wieder da! Kein Laden, kein Brot, nichts! Ausser ein paar wenigen Häusern und jeder Menge Kinder. Gut, dass ich gar nicht erst mit bin! Der Weg runter an die Küste ist zwar holprig und ruppig. Aber es geht gerade noch so für unsere Vehikel.
Dieser Platz! Eine Sensation. Keine Auto- noch sonstige Geräusche mehr, ausser dem leisen Plätschern der Meereslagune. Wir stehen direkt am Meer, haben ein wenig Sandstrand, vor allem aber Sand unter den Füssen beim Rauswaten im seichten und klaren Wasser. Kaum eine Welle trübt den Blick in die Unterwasserwelt! Wir stehen hier an einer riesengrossen Lagune, welche nördlich von Ben Guerdane liegt. Sie ist von zwei langen Landzungen - wie von Krebsscheren gehalten - vom offenen Meer abgrenzt. Trotzdem ist das Wasser hier klar und der Meeresboden sandig und nicht verschlammt, wie man annehmen könnte. 

Koordinaten: 33° 17' 34,64" N - 11° 14' 51,73" O
Es ist so warm und abgelegen, dass wir diesen wundervollen Platz nackig geniessen können.

Sogar unsere Sonnenmarkisen werden herausgefahren. Sonnenbrandgefahr in höchstem Masse, so direkt am Wasser!

Ich gehe einmal kurz Schwimmen. Doch es ist so eiskalt, dass ich schnell wieder draussen bin.
Rumwaten geht. Im seichten Wasser ist es nicht mehr so gar kalt. Ich sehe ein, zwei Seeanemonen, schwarze und weisse Korallen (eine Art Schwämme), einen Krebs und jede Menge Muscheln. Diese Art mit besonders schönem Perlmuttglanz habe ich vorher noch nie gesehen. Sie sind zwischen 10 und 15 cm lang.  
Unsere Tage verlaufen gemütlich. Immer wenn besonders viel Musse herrscht, mache ich uns einen arabischen Tee (Pfefferminze, Verveine und Grüntee, mit viel Zucker aufgebraut). Mandeln und Pinienkerne und ein wenig türkisches Gebäck machen diesen "Zvieri" perfekt. 
Wir bleiben drei Tage an diesem Platz. Das einzige Ärgernis sind die Fliegen, die unseren ersten Tag (als ich noch nicht wusste, wie ich mich ihnen am besten erwehre) ganz schön strapazieren. Es sind alptraumhafte Massen!
Ab dem nächsten Tag hänge ich mangels einer Moskitotüre einen Vorhang in die Türe. So geht es gut. Aber der Wind dreht sich eh. Und es scheint, als ob die Fliegen den kleinsten kühleren Lufthauch im Womo wenig schätzen und flüchten. Durchzug scheint nebst einem Vorhang ebenfalls ein gutes Mittel zu sein.

Auch Zorro geniesst es. Er ist den ganzen lieben langen Tag ohne Halsband und Leine um uns. Kann rein und raus wie er will, durch die Gegend streunen oder dösen. Ganz wie belieben, der Herr!   
Die Abende sind besonders schön. Ab 16 Uhr steht die Sonne so tief, dass sie wundervolle Farbspiele aus Himmel und Meer zaubert. Um 17.40 Uhr geht sie unter. Um 7.10 Uhr wieder auf. Die Ruhe, die hier herrscht, die Weite der Lagune und die entrückte Einsamkeit sind fantastisch. Ich liebe solche Plätze.
Ein alter Hirte kommt vorbei und gibt mir etwas rundes weisses in die Hand und macht dabei Essgesten. Ich rieche an dem Ding und erkenne, das ist ein Pilz! Irgend eine Art von Bovist. Ich danke ihm und frage, ob er Zigaretten will. Er möchte etwas zu Essen. Das wird schwierig, denn wir fuhren hierher ohne vorher einzukaufen. Das heisst, wir haben kein Brot und überhaupt fast nichts mehr. Ich finde noch ein wenig Schokolade und getrocknete Feigen. Das übergebe ich ihm. Er gibt mir noch mehr Pilze. Ich gebe ihm noch eine Flasche Wasser. Meine Gaben verschwinden in seinen riesengrossen Seitentaschen, wo er vorher auch die Pilze hervor klaubte. Er bedankt sich sehr und ich mich auch. Wir strahlen einander an, können uns aber kaum richtig verständigen.

Etwa eine Stunde später taucht er wieder auf, in seinen Armen ein neugeborenes Geisslein. Er legt es in meine Arme und zeigt mir seine Zähne! Gute, schöne Zähne! Das Geisslein meckert und es meckert aus der Herde zurück. Seine Mama kommt hergerannt und ich setze das kleine Ding auf den Boden. Es rennt sofort zu seiner Mama und der Zorro beinahe hinterher! Ich habe es ihm vorher zum Riechen hingehalten und der Zorrolito hat vom Duft betört beinahe angefangen zu schielen!

Der alte Hirte holt aus seinen tiefen Taschen die Schokolade hervor, die ich ihm vorher gegeben hatte. Er zeigt auf seine faulen Zähne, lächelt und meint wohl, das wäre nicht so gut für diese alten Dinger. Ich gebe ihm dafür eine Orange und er mir noch mehr Pilze! Dann holt er auch noch ein Lamm! Auch dieses muss ich in die Arme nehmen und seine kräftigen Zähne bewundern!

Irgendwie... einfach nett. Einfach liebenswürdig! Wenn sie sich bedanken - shukram - legen sie die recht Hand auf's Herz. Eine Geste, die mich sehr berührt.
 
Dieses wunderschöne Gesicht! Schöne Menschen bis ins hohe Alter, die Tunesier! So armselig er bekleidet ist, so würdevoll steht er da!
Auf dieser Landzunge gibt es offenbar kein Grundwasser mehr. Das Regen- und Tauwasser wird auf grossen, leicht geneigten Betonflächen eingefangen und in Zisternen gesammelt.
An einer Strassenkreuzung sehe ich diese bunten Wasserflaschen. Irgendwer hat aus irgendeinem Grund mit viel Lust und Freude etwas Buntes in die öde Sumpflandschaft gezaubert. Auch wenn ich die Gründe dafür nicht kenne, erheitert es mich und sicherlich viele andere!

Auch diese bemalten Gummireifen, die einen Teil des ausgetrockneten Sees abgrenzen sind bunt und witzig.
In Ben Guerdane müssen wir Sprit und Wasser tanken. Während wir warten, bis unsere Tanks voll werden, bestaune ich wie immer die bunte Exotik. Einige kommen und begutachten, wo all das Wasser hingeht. Ja, ja, unsere Wömis saufen wie die Kamele! Der Tankwart lehnt erst von mir und dann auch von Rainer ab, etwas für das Wasser zu nehmen. Na gut! Shoukram! Merci villmol!

In der Markthalle kaufen wir Gemüse und Früchte für die nächsten Tage ein. Die Fleischhalle (Bild oben) ist beeindruckend. Das geschlachtete Vieh allerdings weniger, in meinen Augen! 
Unser Weg führt uns in's Inland. Wir sind hier ca. 30km von der libyschen Grenze entfernt. Was man auch daran erkennt, dass überall Männer rumstehen und uns mit dicken Geldbündeln zuwedeln! Tauschen ist hier die Devise!
Wir aber fahren nicht Richtung Süden und Libyen sondern westwärts Richtung Tataouine. Ksours (Wüstenschlösser oder anders gesagt Getreidespeicher) und baumlose Berge erwarten uns.

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