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Marokko

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07. September 2011
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Wissenswertes über Marokko

Marokko (französisch Maroc), Staat in Afrika, grenzt im W an den Atlantik, im N an das Mittelmeer, im O und SO an Algerien, im S an Westsahara.

Staat und Recht
Konstitutionelle Monarchie; Verfassung von 1972 (mit Änderungen von 1996). Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der Exekutive ist der König. Die Legislative wird vom Zweikammerparlament gebildet (Repräsentantenhaus mit 333 direkt gewählten Abg.; Kammer der Räte, deren Mgl. zu 3/5 von regionalen Körperschaften und zu von Gewerkschaften und Berufsverbänden entsandt werden). Parteien, auf die sich der König stützt, sind Union Constitutionelle (UC), Rassemblement National des Indépendants (RNI), Parti National Démocrate (PND) und Mouvement Populaire (MP); wichtigste Oppositionskräfte sind Union Socialiste des Forces Populaires (USFP) und Parti d'Istiqlal (PI).

Landesnatur
Von der atlant. Küstenebene steigt M. allmählich zur zentralen Meseta an, die wiederum in den Mittleren und Hohen Atlas (bis 4 165 m) übergeht. Jenseits des Gebirges liegen das Becken von Oued Sous, der Antiatlas, die nordsahar. Hammadas und die ostmarokkan. Hochplateaus. Parallel zur Mittelmeerküste erhebt sich der Rifatlas. M. liegt im Übergangsbereich vom mediterranen zum sahar.-kontinentalen Klima; Wald- und Strauchvegetation im Gebirge, im NO Alfagras und östlich des Hohen Atlas Halbwüste.

Bevölkerung
Über 50 % der E sind Araber, rd. 40 % Berber, der Rest Franzosen, Spanier und Algerier. Etwa 99 % sind Muslime.

Wirtschaft, Verkehr
Die wichtigsten Bereiche sind Landwirtschaft (exportorientierter Anbau von Zitrusfrüchten, Erdbeeren, Wein, Baumwolle und Ölbäumen), Phosphatabbau und Tourismus. An Bodenschätzen werden weiterhin Mangan-, Kobalt-, Blei-, Zink- und Kupfererze, Baryt, Steinkohle, Erdöl und Erdgas abgebaut. Nahrungsmittel- und Textil-Ind. sind die wichtigsten Ind.zweige. Das Eisenbahnnetz ist 1 779 km, das Straßennetz 57 592 km lang. Wichtigster Hafen ist Casablanca. Internat. ? bei Rabat und Casablanca.

Geschichte
Das von selbstständigen Berberstämmen bewohnte heutige M. kam um 40 n. Chr. zur röm. Prov. Mauretania Tingitana. Im 5. Jh. von den Vandalen, im 6. Jh. von Byzanz und 705-708 von den Arabern erobert, war M. seit dem 8. Jh. unter verschiedenen islam. Dynastien selbstständig, seit 1669 unter den noch heute regierenden Hassaniden (Alawiden). Im 16. und 17. Jh. begannen enge polit. Beziehungen zu Frankreich, das seine Vormachtstellung in den Marokkokrisen festigen konnte: 1912 wurde M. frz. Protektorat (ohne Tanger und das ebenfalls als Protektorat anerkannte span. Interessengebiet). In der Folgezeit unterdrückte Frankreich mehrere Aufstände (u. a. den der Rifkabylen 1920-26). 1955/56 wurden das frz. und das span. Protektorat aufgehoben, 1956 erlangte M. seine Unabhängigkeit als Kgr. unter dem ehem. Sultan Mohammed V.; seit 1962 regiert sein Sohn Hassan II. Zu scharfen Auseinandersetzungen mit Algerien und Mauretanien kam es 1975/76 wegen der Entkolonialisierung der Span. Sahara; diese wurde im April 1976 zw. Mauretanien und M. aufgeteilt, wobei M. sich 1979, nachdem Mauretanien der FPOLISARIO gegenüber auf seinen Teil der Westsahara verzichtet hatte, auch diesen eingliederte. Durch eine Verfassungsreform kam es 1992 zu einer geringfügigen Demokratisierung; bei den nach neun Jahren erstmals wieder abgehaltenen Parlamentswahlen erzielte 1993 die (königstreue) Opposition beträchtl. Stimmenzugewinne. Eine für 1992 vorgesehene Volksabstimmung über die Unabhängigkeit der von M. annektierten Westsahara wurde 1993 verschoben.