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Seit dem 1.
April 2003 bin ich unterwex; habe mich losgelöst von sicherer Arbeitsstelle,
netter Wohnung und weiteren vermeintlichen Sicherheiten. Eine
Auseinandersetzung mit dem "neuen" Lebensstil passiert natürlich dauernd.
Ich habe mich aber auch immer wieder hingesetzt und bewusst Rückschau
gehalten, bzw. Bilanz gezogen. Wer mehr darüber und wie ich das
Reisen aus ganz persönlicher Sicht erlebe, erfahren will, wird unter Silvana
intim fündig.
1. Reise: Frühling 2003 - Spanien und Portugal mit dem VW-Bus
Im Frühling 2003 ging es los. Dominik und ich zogen mit dem VW-Bus los und
bereisten während vier Monaten Spanien
und Portugal. Das Reisen zu zweit,
bzw. zu dritt (Zorro) im relativ kleinen VW-Bus war zeitweise schwierig. Es
schien, als ob es nicht möglich wäre, unsere Interessen und Bedürfnisse
unter einen Hut zu bringen...
2. Reise: Winter 2003/2004 - Italien mit dem Wohnmobil
Wieder zurück in der Schweiz, trennten wir uns. Doch das Reisen wollte ich
damit nicht aufgeben. Also kaufte
ich mir mein eigenes Wohnmobil
und machte mich von Neuem auf die Socken; diesmal nach Italien.
Da ich noch recht unsicher war, was das Reisen mit dem Wohnmobil anbelangt,
begleitete mich Dominik in seinem VW-Bus bis nach Castelluccio.
Sardinien
durchreiste ich dann alleine, Kalabrien
wieder teilweise mit Dominik und auf Sizilien
begleitete mich eine zeitlang Karin. Im Sommer 2004 kehrte ich zurück,
ziemlich blank und genötigt, wieder Geld zu verdienen.
3. Reise: Winter 2004/2005 - Marokko, Spanien und Portugal
Nach einem turbulenten und aufregenden Sommer in der Schweiz, wo ich auch über
ein paar Wochen an meiner ehemaligen Arbeitsstelle arbeiten konnte,
schlossen Dominik und ich uns wieder zusammen. Wir wollten es noch einmal
probieren und zwar zusammen in einem Mobil. Anfangs November ging es also erneut
los in den Süden, und zwar nach Marokko.
Der Heimweg in die Schweiz führte uns erneut durch Spanien,
Portugal
und Frankreich.
4. Reise: Herbst 2005 - Zwei Anläufe für Osteuropa: Österreich, Slowenien,
Nordostitalien, Kroatien und Mazedonien
Nach kurzem Aufenthalt in der Schweiz fuhren Dominik und ich Ende Juli
2005 Richtung Osten los. Wir verbrachten drei Wochen in Österreich
und eine Woche in Slowenien
bevor wir nach Kroatien weiterreisten, dem Sommer entgegen.
Ich wusste, dass mein Vater sehr krank war. Als dann der Bescheid kam, dass
er seine letzten Tage Zuhause verbringen
wollte, kehrten wir in die Schweiz zurück. Er verstarb am 9. September 2005.
Dominik reiste wieder ab und voraus nach Italien und Slowenien. Ich folgte
ihm ein paar Wochen später und traf ihn in Meduno,
Italien. Auf dem Weg zu unserem Winterziel Türkei
durchreisten wir noch einmal
Kroatien. Dominik ging es schon seit seiner Abreise aus der Schweiz
nicht gut. Fortwährende Darmkrämpfe hielten ihn in Schach. Doch
Untersuchungen in Italien und Slowenien brachten keine Ergebnisse. In
Mazedonien kam Dominik, dank
Divnas Hilfe, endlich zu einem Ultraschall und einem Röntgenbild. Leider mit
schlechter Diagnose. Mit der Rega flogen wir zurück in die Schweiz. Das
Wohnmobil wurde uns später nachgeschickt.
Während sieben Monaten therapierte Dominik seinen Darmkrebs. Am 4. Juni 2006
verstarb er.
5. Reise: Winter 2006/2007 - via Italien nach Tunesien, mit Vorabtreffen in Frankreich
Mein grösster Wunsch, nach dem Tode Dominiks, war, wieder loszuziehen. Nur,
alleine wollte ich dies nicht. Als ich Henny fragte, was sie davon halten
würde, wenn ich sie und Rainer in den Süden begleiten würde, antwortete sie
mir, dass sie mir den gleichen Vorschlag hat machen wollen. Prima!
Am 1. November reiste ich ab und traf meine Freunde kurz darauf in
Frankreich. Zwei Wochen später
fuhren wir über die italienische Grenze auf dem Weg Richtung
Süditalien. Wir hielten uns nur
kurze Zeit in Sizilien auf. Am
16. Dezember brachte uns eine Fähre von Palermo nach Tunesien. Wir reisten
erst der Nordwestküste entlang
nach Süden. Anschliessend verbrachten wir einige Tage in der
Sahara, vor allem auch um das
Oasenfestival
in Douz zu erleben. Die kälteste Jahreszeit beschlossen wir auf
Djerba und an der südlichen
Küste zu verbringen.
Wüstenschlösser und die endlose
Sahara lockten aber schon bald wieder. Anfangs Februar kehrten wir nach
Djerba zurück. Schon kurz danach erreichte mich die Nachricht, dass es
meiner Mutter nicht gut ging. Ich war schnell entschlossen. Am 13. Februar
verabschiedete ich mich von Henny und Rainer, die mich liebenswürdigerweise
bis in den Norden und zum Abreisehafen begleitet hatten und fuhr mit der
Fähre von Tunis direkt nach Civitavecchia. Zwei Tage später war ich schon
wieder in der Schweiz.

Was
ich auf meinen Reisen erlebte, hielt ich vielen Reiseberichten fest.
Zusammen mit den Fotos sind die
Reisetagebücher
im
Internet auf dieser Homepage publiziert.
Mit von der Partie
war natürlich immer mein Hund Zorro! Er
begleitete mich auf all meinen Reise-Abenteuern. Seit November 2007
gehört Luke, alias Lucky Luke, zu unserer
kleinen Gemeinschaft.
Sesshaft
Auf meiner letzten Reise, nach Tunesien,
wurde mir immer klarer, dass ich des Reisens müde bin und ein grosses
Bedürfnis nach Ruhe und Sesshaftigkeit habe. Dass zu dieser Zeit auch noch meine
Mutter krank wurde, bestätigte meinen Entscheid, wieder einmal Wurzeln zu
schlagen.
Seit Ende Februar 2007 war ich auf der Suche nach einem
neuen Zuhause für mich und meinen Zorro. Diese Entscheidung war nicht ganz
einfach und führte mich durch einen langen Prozess. Im Juni wurde ich fündig
und zwar in Frankreich, im Südburgund. Am 7. September 2007 zog ich ein.
Damit hat für mich ein anderes Leben mit neuen Herausforderungen angefangen.
Wen es interessiert findet mehr darüber auf
www.ferien.burgund.com.
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