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Last Update
03. Februar 2011
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Gas & Wasser

Gas und Wasser sind die grössten Herausforderungen in einem fremden Land. Ich habe diesbezüglich einige Fehler und entsprechende Erfahrungen gemacht. Auf dieser Seite habe ich nun alle Tipps, die vielleicht jemand anderem nützlich sein könnten, aufgelistet. 
Die Probleme stellen sich meist erst, wenn man ausserhalb der Saison und/oder für längere Zeit mit dem Wohnmobil unterwex ist. 
  •  Gas

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich mit Gas zu versorgen. Je nach dem, was man an Gasflaschen bzw. Gastanks dabei hat, ist es einfacher oder umständlicher. Je nach Fall ist es notwendig, ein Set Abfüll- (für die eigene Flasche) bzw. Anschlussadapter (für den eigenen Anschluss) dabei zu haben, denn die landesspezifischen Abfüllereien und Gastankstellen arbeiten mit anderen Gewinden als die heimatlichen, auch wenn alles z.B. Esso ist. Ich habe auch schon erlebt, dass mir eine GPL-Tankstelle meine Gasflasche abgefüllt hat. War eine nette, aber eher seltene Ausnahme. Funktionieren tut es allerdings prächtig. 
Für das GPL-Gas habe ich in Italien im Herbst 2003 6 Euro für 11 kg bezahlt. Eine Abfüllung der Flasche beim Profi kostete so um die 18 Euro. 

1. Variante: Gastank für Autogas GPL

Tanken kann man Autogas an vielen Tankstellen. In Italien bin ich überall auf Gastankstellen gestossen, sogar Sardinien hat ein paar. In Portual sind sie knapp. Es lohnt sich wohl, sich vorab zu informieren, wo genau im Land Gastankstellen stehen. Es gibt Internetseiten, welche die Standorte auflisten. Da ich selber keinen solchen Tank besitze, kann ich nur knappe Angaben zu diesem Thema machen. Vermutlich braucht es auch hier landesspezifische Adapter. 
In Campingzubehör-Katalogen habe ich gesehen, dass es auch kleinere Flaschen, welche für Autogas entsprechend druckgesichert sind, gibt. Sie sind allerdings nicht gerade billig! 

2. Variante: Nebst einer "heimatlichen" Flasche eine landespezifische Flasche

Dabei hat man eine "heimatliche" Flasche und ein Set mit Anschlussadaptern. Die "ausländische" Flasche besorgt man sich, sobald man im Land ist. Als erstes löst man eine Lizenz im entsprechenden Office des Vertreibers, z.B. Repsol. Dort wird eine Genehmigung erteilt, das Depot einkassiert und meist noch eine Gebühr. Mit dieser Genehmigung kann man im Depot die erste Flasche holen gehen. Der weitere Umtausch ist dann ja problemlos. In Spanien mussten wir uns einen Adapter im Fachgeschäft (Ferreteria oder Fontaneria) besorgen, da hier ein Schnappverschluss-System üblich ist. Für die Zeit zwischen der Entleerung und Wiederauffüllung nutzt man die heimatliche Flasche. Bevor man das Land verlässt, gibt man die Flasche zurück. In Portugal haben sie uns sogar eine spanische Respol-Flasche umgetauscht.

3. Variante: Zwei "heimatliche" Flaschen

Bevor man losfährt, besorgt man sich ein Set Abfülladapter. Auffüllen kann man ohne Probleme bei allen offiziellen legalisierten Abfüllereien. Auf den ersten Blick gibt es von solchen nicht allzu viele. Mit der Zeit erkennt man sie aber relativ leicht. In Italien habe ich es so erlebt, dass meist Gasflaschen draussen vor der Ladentür stehen. In vielen Fällen bemerkte ich vor allem den mit Gasflaschen vollbeladenen kleinen Transporter vor dem Laden. Denn zum Abfüllen fahren sie an einen Platz ausserhalb des Ortes. Sie sind spezialisiert auf Gas und führen keine weiteren Artikel in ihrem Laden. Manchmal geht es ein paar Stunden, manchmal kann man die Flasche am anderen Tag abholen. 

Die kleinen Campinggasflaschen erhält man meist an Orten mit mehr Tourismus oder auf Campingplätzen. Sie sind aber teilweise extrem teuer. 


  • Wasser

Wasser ist in Spanien, Portugal und Italien kein Problem, auch auf Sardinien nicht. Solange man in den Bergen ist oder in deren Nähe bekommt man an Quellen (meist Anfangs oder Ende Dorf) frisches und trinkbares Wasser. In der Nähe der Küste findet sich in fast allen Orten ein Brunnen oder Trinkwassersäulen. Schwieriger wird es auf kleineren Inseln (wie z.B. in Dalmatien). Auf diese Inseln wird vom Festland her Wasser zugeführt und so findet man auch kaum öffentliche Hähne. Am ehesten noch in Hafenanlagen, wo ja auch die Schiffe wieder Wasser tanken müssen. 
Das einzige Problem bzw. die einzige Herausforderung besteht darin, das Wasser an Bord zu kriegen. Folgende Utensilien haben sich aus meiner Erfahrung bewährt: 

Schlauch:

Ein Schlauch kann nie genug lang sein. Ich persönlich habe allerdings nur einen 7m langen dabei. Bis jetzt hatte ich noch keine Schwierigkeiten, aber was nicht ist, kann ja noch werden. 

Anschlussadapter für 3/4 Zoll und 1 Zoll:

Es gibt sogenannte Klick-Systeme, die lassen wahlweise die Möglichkeit zu, den einen oder anderen einzusetzen ohne dass geschraubt werden muss. Mein System habe ich erst in Italien gekauft, dafür war es hier spottbillig. 

Anschlussadapter für Hähne ohne Gewinde:

Der Anschlussadapter für Hähne ohne Gewinde passt ebenfalls auf obgenanntes Klick-System. Er passt auf die meisten Hähne, kann aber mit einer Briede noch festgezurrt werden. 

Spritzkanne:

Eine Spritzkanne ist dort praktisch, wo kein Anschluss mehr möglich ist. Je nach Grösse des Tanks dauert dann halt die Befüllung entsprechend lang. bei meiner Spritzkanne musste ich die vorderste Schnabelkrümmung abschneiden, denn sonst hätte sie nicht in mein Wassertank-Abfüllloch gepasst. 

Kanister:

Kanister sind immer gut und praktisch, auch wenn er manchmal nur für die Scheibenreinigung oder sonstwas gebraucht wurde. Ich habe auch zwei 20Liter-Faltkanister dabei, da ich nur einen kleinen Frischwassertank habe. So kann ich, wenn ich weiss, dass ich in den nächsten Tagen kein Wasser mehr bekomme, eine recht grosse Reserve mitnehmen. Und wenn ich sie nicht brauche, brauchen sie zusammengefaltet kaum Platz.