Gas und Wasser sind die grössten Herausforderungen in
einem fremden Land. Ich habe diesbezüglich einige Fehler und entsprechende
Erfahrungen gemacht. Auf dieser Seite habe ich nun alle Tipps, die vielleicht
jemand anderem nützlich sein könnten, aufgelistet.
Die Probleme stellen sich meist erst, wenn man ausserhalb der Saison und/oder
für längere Zeit mit dem Wohnmobil unterwex ist.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sich mit Gas zu versorgen. Je nach dem,
was man an Gasflaschen bzw. Gastanks dabei hat, ist es einfacher oder
umständlicher. Je nach Fall ist es notwendig, ein Set Abfüll- (für die
eigene Flasche) bzw.
Anschlussadapter (für den eigenen Anschluss) dabei zu haben, denn die landesspezifischen Abfüllereien und
Gastankstellen arbeiten mit anderen Gewinden als die heimatlichen, auch wenn alles
z.B. Esso ist. Ich habe auch schon erlebt, dass mir eine
GPL-Tankstelle meine Gasflasche abgefüllt hat. War eine nette, aber eher seltene Ausnahme. Funktionieren tut es allerdings
prächtig.
Für das GPL-Gas habe ich in Italien im Herbst 2003 6 Euro für 11 kg bezahlt. Eine Abfüllung der
Flasche beim Profi kostete so um die 18 Euro.
1. Variante: Gastank für Autogas GPL
Tanken kann man Autogas an vielen Tankstellen. In Italien bin ich überall auf Gastankstellen gestossen, sogar Sardinien hat ein
paar. In Portual sind sie knapp. Es lohnt sich wohl, sich vorab zu
informieren, wo genau im Land Gastankstellen stehen. Es gibt Internetseiten, welche die Standorte auflisten.
Da ich selber keinen solchen Tank besitze, kann ich nur knappe Angaben zu
diesem Thema machen. Vermutlich braucht es auch hier landesspezifische
Adapter.
In Campingzubehör-Katalogen habe ich gesehen, dass es auch kleinere Flaschen, welche für Autogas entsprechend druckgesichert sind, gibt.
Sie sind allerdings nicht gerade billig!
2. Variante: Nebst einer "heimatlichen" Flasche eine
landespezifische Flasche
Dabei hat man eine "heimatliche" Flasche und ein Set mit
Anschlussadaptern. Die "ausländische" Flasche besorgt man sich,
sobald man im Land ist. Als erstes löst man eine Lizenz im entsprechenden
Office des Vertreibers, z.B. Repsol. Dort wird eine Genehmigung erteilt, das
Depot einkassiert und meist noch eine Gebühr. Mit dieser Genehmigung kann man
im Depot die erste Flasche holen gehen. Der weitere Umtausch ist dann ja
problemlos. In Spanien mussten wir uns einen Adapter im Fachgeschäft
(Ferreteria oder Fontaneria) besorgen, da hier ein Schnappverschluss-System
üblich ist. Für die Zeit
zwischen der Entleerung und Wiederauffüllung nutzt man die heimatliche
Flasche. Bevor man das Land verlässt, gibt man die Flasche zurück. In
Portugal haben sie uns sogar eine spanische Respol-Flasche umgetauscht.
3. Variante: Zwei "heimatliche" Flaschen
Bevor man losfährt, besorgt man sich ein Set Abfülladapter. Auffüllen
kann man ohne Probleme bei allen offiziellen legalisierten Abfüllereien. Auf
den ersten Blick gibt es von solchen nicht allzu viele. Mit der Zeit erkennt
man sie aber relativ leicht. In Italien habe ich es so erlebt, dass meist
Gasflaschen draussen vor der Ladentür stehen. In vielen Fällen bemerkte ich
vor allem den mit Gasflaschen vollbeladenen kleinen Transporter vor dem Laden.
Denn zum Abfüllen fahren sie an einen Platz ausserhalb des Ortes. Sie sind
spezialisiert auf Gas und führen keine weiteren Artikel in ihrem Laden. Manchmal
geht es ein paar Stunden, manchmal kann man die Flasche am anderen Tag
abholen.
Die kleinen Campinggasflaschen erhält man meist an Orten mit mehr Tourismus
oder auf Campingplätzen. Sie sind aber teilweise extrem teuer.
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